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Verunreinigte Nahrungsmittel können zu Magen- und Darmproblemen und schlimmstenfalls zu ernsthaften Krankheiten führen. Schützen Sie sich und Ihre Kinder vor einer Lebensmittelvergiftung. 

Reisedurchfälle sind meist relativ harmlos und nach ein paar Tagen wieder verschwunden. Aber auch gefährliche Krankheiten, wie zum Beispiel Hepatitis oder Cholera, werden über Nahrungsmittel und Trinkwasser übertragen. Die einfachste Regel für den sicheren Umgang mit Nahrungsmitteln lautet: Boil it, cook it, peel it or forget it. Sinngemäß also: Koch es, schäle es oder vergiss es!

Lebensmittelvergiftung: Gefahr durch unsaubere Nahrungsmittel

Vor allem Gemüsepflanzen werden außerhalb Europas oft mit menschlichen oder tierischen Ausscheidungen gedüngt. Auch Transport, Verkauf und Verarbeitung erfolgen häufig unter fragwürdigen hygienischen Bedingungen. Deshalb können die Nahrungsmittel mit Keimen belastet sein.

In den meisten Ländern ist es möglich, sich ausgewogen zu ernähren. Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette in nicht zu großer Menge sind die wichtigsten Bausteine. Dazu kommen Vitamine und Mineralien.

Die wichtigsten Regeln für die Nahrungsmittelhygiene

Essen Sie in heißen Ländern nur gekochte oder gegarte Nahrungsmittel und geschältes Obst und Gemüse.

Vorsicht bei Salaten! Sie können mit Erregern verseucht sein.

Verzichten Sie auf Mahlzeiten aus Imbissständen und Garküchen.

Seien Sie sehr vorsichtig bei Nahrungsmitteln, die nicht frisch zubereitet sind. Dies gilt besonders für Speisen auf kalten Büffets, Eierspeisen, Pasteten, Hackfleisch, alle mit Mayonnaise zubereiteten Speisen, aber auch für Speiseeis und Pudding. Durch diese Speisen werden besonders leicht die Erreger von Typhus, Paratyphus und Amoeben übertragen.

Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern

Für Säuglinge bis einschließlich dem sechsten Lebensmonat ist das Stillen die beste und sicherste Nahrungsquelle.

Künstliche Säuglingsnahrung sollte immer nur mit abgekochtem Wasser oder abgekochter Milch und unter strengem Hygienestandard hergestellt werden. Flaschen und Schnuller müssen sehr gründlich gesäubert werden.

Obst und Gemüse

Wenn Sie selbst kochen, eignen Sie sich Kenntnisse der lokalen Küche an und lernen Sie, wie die Nahrung richtig zubereitet wird. Einige Früchte enthalten zum Beispiel lebensbedrohliche Mengen von Blausäuren. Das kann bei falscher Zubereitung zu gefährlichen Vergiftungen führen.

Wenn Obst und Gemüse nicht geschält oder gekocht werden kann, können Sie es eine halbe Minute in kochendes Wasser legen und danach mit sauberem Trinkwasser abspülen. Das kann die Keime reduzieren.

Nicht nur Krankheitserreger können die Gesundheit beim Verzehr von Obst und Gemüse gefährden. In einigen Ländern sind noch Pflanzenschutzmittel im Gebrauch, die hierzulande schon vor langer Zeit verboten wurden. Sie müssen damit rechnen, dass pflanzliche Nahrungsmittel mit derartigen Fungiziden, Herbiziden und Insektiziden behaftet sind.

Fleisch, Wurstwaren und Meerestiere

Fleisch und Wurstwaren müssen immer gut durchgebraten, sorgfältig geräuchert oder gekocht sein.

Aus religiösen Gründen - zum Beispiel rituelles Verbot, Schweinefleisch zu essen - ist das Angebot an Fleisch manchmal beschränkt. Wenn Eiweiß aus tierischen Quellen nicht erhältlich ist, können Sie Ihren Eiweißbedarf durch Bohnen, Erbsen, Linsen und Nüsse decken. So können Sie auf Fleisch über längere Zeiträume problemlos verzichten. Auch bei Fisch, Früchten und Gemüse kann es saisonale oder regionale Engpässe geben.

Vorsicht vor Algengift in Fischen

Ein Problem für Fischliebhaber sind die Gifte bestimmter Algenarten, die in Muscheln, Schalentieren oder Fischen angereichert sein können. Da diese Gifte nicht durch das Kochen zerstört werden, können sie so mit der Mahlzeit vom Menschen aufgenommen werden.

In leichten Fällen kann es zu Magen- und Darmproblemen kommen. Aber auch schwere neurologische Erscheinungen bis hin zu Lähmungen und Atemversagen sind möglich. Nach der Algenblüte im Meer, sogenannten Red Tides, wächst das Risiko für diese Art von Vergiftungen. Dann sind meist die lokalen Strände zum Baden und Muscheln sammeln gesperrt. Beachten Sie die örtlichen Warnschilder!

Ein weiteres Problem für Fischesser in der Karibik, Pazifikregion und Australien ist die Ciguateravergiftung. Sie kann im Prinzip überall dort vorkommen, wo tropischen Küsten Korallenriffe vorgelagert sind. Hitzestabile Gifte bestimmter Algenarten können sich insbesondere in Riffraubfischen, zum Beispiel Barracudas, anreichern und bei deren Verzehr zu Krankheitserscheinungen führen.

Typischerweise klagen Betroffene neben Magen-, Darmbeschwerden über ein gestörtes Kälteempfinden, das zum Teil als sehr quälend empfunden wird und Monate anhalten kann. Zur Verkürzung dieses Krankheitsbildes wird als einzige mögliche Sofortmaßnahme die Gabe einer zuckerhaltigen Infusion - Mannitol 20 Prozent - im akuten Stadium diskutiert. Erkundigen Sie sich vor Ort über ein möglicherweise bestehendes lokales Ciguatera-Problem. Im Zweifel sollten Sie auf entsprechende Gerichte mit Raubfischen verzichten.

Milch und Käse, Fette und Öle

Milch und Käse sind ausgezeichnete Nährböden für viele Krankheitserreger zum Beispiel Rindertuberkulose und Durchfallerkrankungen. Kochen Sie daher Milch immer ab, wenn Sie sie nicht bereits sterilisiert oder pasteurisiert gekauft haben. Bewahren Sie sie dann im Kühlschrank auf.

Der Kauf von lokal hergestellten Fetten und Ölen ist oft riskant. Wenn kein industriell hergestelltes Speiseöl erhältlich ist, sollten Sie die Leute kennen, von denen Sie Öl kaufen. Der Verzehr von gepanschtem Öl kann zu schweren Erkrankungen mit unter Umständen bleibenden Nervenschäden führen.