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Wenn der Rücken von Kindern ausgeprägt krumm ist, kommen Kinder oft nicht um das Tragen eines Korsetts und manchmal sogar eine aufrichtende, versteifende OP herum. Eine neue minimalinvasive Methode, die ventrale Klammerung der Wirbelsäule, kann häufig das Fortschreiten einer frühkindlichen Skoliose korrigieren - ohne Korsett und Versteifung.

Wenn im frühen Kindesalter, also vor Einsetzen der Pubertät, eine Skoliose einen Cobb-Winkel von 30 Grad überschreitet, droht trotz Korsettversorgung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine versteifende Wirbelsäulenoperation (Spondylodese).

Durch eine minimalinvasive Operationsmethode kann das Fortschreiten einer Skoliose verhindert und auf eine Korsettversorgung verzichtet werden. Die Techniker bietet dieses neue Verfahren, die ventrale Wirbelsäulenklammerung, ihren Versicherten über das Pädiatrische Wirbelsäulenzentrum des Altonaer Kinderkrankenhauses an.

Was ist ventrale Wirbelsäulenklammerung?

Mithilfe eines Sichtgerätes, dem Endoskop, wird bei der ventralen Wirbelsäulenklammerung minimalinvasiv operiert. "Minimalinvasiv" heißt, dass nur geringfügige Eingriffe an der Außenseite des Körpers nötig sind. Dabei werden von vorn (ventral) Implantate an die von Skoliose betroffenen Wirbelkörper eingebracht, die die Wachstumsfugen der Konvexität unter Druck bringen. Damit wird in diesem Bereich das Wachstum reduziert, während im Bereich der Konkavität das Wachstum nicht behindert wird. Durch diese Art der Wachstumslenkung wird eine langsame Korrektur der Krümmung angestrebt.

Derzeit stehen für die ventrale Wirbelsäulenklammerung verschiedene Implantate zur Verfügung, so zum Beispiel Nitinol-Klammern, elastische Titanplatten (Hemibridge) oder elastische Kabel (Tether). Weitere Implantate stehen kurz vor der Markteinführung.

Das Verfahren hat bei Krümmungen von < 35 Grad eine 90-prozentige Erfolgsaussicht. Durch Weiterentwicklung von Operationstechnik und Implantaten werden in Zukunft wahrscheinlich auch stärker ausgeprägte Deformierungen mit diesem Verfahren behandelt werden können.

Pädiatrisches Wirbelsäulenzentrum des Altonaer Kinderkrankenhauses (AKK)

Das pädiatrische Wirbelsäulenzentrum des AKK ist eines der anerkanntesten Zentren in Europa mit einer besonderen Expertise in der Behandlung von früh einsetzenden Wirbelsäulendeformitäten. Viele Publikationen über unterschiedliche Erkrankungen sind in den letzten Jahren erschienen. Besonders erwähnenswert ist die hohe interdisziplinäre Professionalität der beteiligten Disziplinen wie Anästhesie, Intensivmedizin, Pneumologie et cetera.

Kontakt


Prof. Dr. med. Ralf Stücker

Ärztlicher Direktor und Ltd. Arzt der kinderorthopädischen Abteilung
Altonaer Kinderkrankenhaus
Bleickenallee 38
22763 Hamburg

Tel. 040 - 889 08-382
Fax 040 - 889 08-386
E-Mail: Ralf.Stuecker@kinderkrankenhaus.net
Internet: http://www.kinderkrankenhaus.net/medizinische-bereiche/zentren/paediatrisches-wirbelsaeulenzentrum.html