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Wenn ein Herz den Kreislauf nicht mehr aufrechterhalten kann und keine andere Therapie hilft, können mechanische Herzunterstützungssysteme eingesetzt werden, sogenannte Ventricular Assist Devices, kurz VAD. TK-Versicherte mit unheilbarer Herzschwäche profitieren vom weltweit größten VAD-Programm am Deutschen Herzzentrum Berlin. 

Solche "Kunstherzen" ermöglichen es den Patienten, wieder am Leben teilzunehmen. Sie können sich wieder frei bewegen, arbeiten oder sogar Sport treiben.
 

Was ist ein Ventricular Assist Device (VAD)?

VAD bestehen aus einer kleinen Pumpe, die der Chirurg direkt am Herzen des Patienten einsetzt. Die Pumpe ist durch ein Kabel mit einer Steuereinheit und Akkus außerhalb des Körpers verbunden, die der Patient in einem kleinen Rucksack oder einer Tasche mit sich trägt.

Häufig werden diese meist vereinfacht als "Kunstherzen" bezeichneten Systeme eingesetzt, um die Wartezeit auf ein Spenderherz zu überbrücken: Mehr als die Hälfte der Patienten steht auf der Warteliste für ein Spenderherz. VAD gelten aber zunehmend auch als langfristige Alternative zur Organtransplantation, weil nicht genügend Spender zur Verfügung stehen oder weil der Zustand des Patienten eine Transplantation nicht zulässt.

Einen Sonderfall stellen mechanische Pumpen für Kleinkinder dar. Die implantierbaren Pumpen sind bisher noch zu groß für die kleinen Patienten, deshalb müssen außerhalb des Körpers liegende Pumpen eingesetzt werden. Das hierfür weltweit einzige zugelassene System ging aus der Forschung am DZHB hervor.

Das DZHB betreibt mit bisher ingesamt über 2.800 VAD-Implantationen das größte VAD-Programm weltweit.

Wenn sich das Herz wieder erholt

Ein VAD muss nicht immer lebenslang oder bis zu einer Transplantation notwendig sein: Am Deutschen Herzzentrum Berlin (DZHB) konnte das Kunstherz in über 100 Fällen wieder entfernt werden, nachdem sich der Herzmuskel des Patienten durch die Entlastung wieder erholt hatte.

VAD-Ambulanz und 24-Stunden-Hotline

TK-Versicherte mit einem VAD profitieren von der eigenen VAD-Ambulanz am Deutschen Herzzentrum Berlin und einer speziellen 24-Stunden-Hotline.

Deutsches Herzzentrum Berlin (DZHB)

Das Deutsche Herzzentrum Berlin gehört zu den europaweit führenden Zentren zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen bei Patienten aller Altersgruppen. Seit der Gründung im Jahr 1986 wurden am DZHB über 208.000 Patienten behandelt und über 100.000 Herzoperationen durchgeführt. Das DZHB kooperiert in Klinik und Forschung eng mit der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

Kontakt

Deutsches Herzzentrum Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin


Ansprechpartner:
Christian Maier, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030 - 45 93-12 11
E-Mail: cmaier@dhzb.de
Internet: www.dhzb.de