Wie robo­ti­sche Chir­urgie bei OPs unter­stützt

Kleinere Wunden, weniger Schmerzen, schnellere Erholung und bessere funktionelle Ergebnisse nach der Operation - das sind die Vorteile der robotischen Chirurgie oder besser: roboter-assistierten Chirurgie. Der Operateur steuert das Robotersystem, auch "Da Vinci-System" genannt, das ihm eine perfekte dreidimensionale Sicht und höchste chirurgische Präzision ermöglicht. 

Aufwendige und komplizierte Eingriffe, wie zum Beispiel Tumor- oder rekonstruktive Operationen, werden aus Sorge um die Qualität oftmals nicht in herkömmlicher minimalinvasiver Technik durchgeführt. Der Einsatz des Robotersystems kann diese Grenze nun bei vielen OP-Verfahren in der Chirurgie, Gynäkologie und Urologie überwinden. 

Was ist die minimalinvasive Chirurgie?

Bei der minimalinvasiven Chirurgie, umgangssprachlich auch "Schlüssellochchirurgie" genannt, bekommt der Patient keinen großen Bauch- oder Brustwandschnitt, sondern kleine, kaum sichtbare Einschnitte, die meist rasch verheilen.

Im Vergleich zu offenen Schnittoperationen werden bei der minimalinvasiven Chirurgie weniger Muskelanteile durchtrennt, weshalb sich Patienten schneller erholen und weniger Schmerzen nach der Operation haben. Außerdem ist der Blutverlust geringer und damit auch die Sicht auf das OP-Feld bei den meisten Operationen besser als beim offenen Vorgehen. 

Wie funktionieren roboter-assistierte OPs?

Der Chirurg sitzt an einer Konsole und steuert die Instrumente sowie eine 3D-HD-Kamera. Der "Roboter" arbeitet also nicht selbstständig oder automatisch. Vielmehr erlaubt das Robotersystem die Finger-Hand-Bewegungen des Operateurs sehr präzise auf die robotischen Instrumente zu übertragen. Die Spitzen der Instrumente funktionieren dabei wie seine miniaturisierten Hände.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied roboter-assistierten Operierens zu herkömmlichen Verfahren ist die exzellente Sicht auf das OP-Gebiet. Der Operateur sieht die Organstrukturen dreidimensional und bis zu zehnfach vergrößert. Hierdurch ist eine bisher nicht erreichte Präzision in der minimalinvasiven Chirurgie möglich.

Wann wird die Robotertechnik eingesetzt?

Die besonderen Vorteile der Roboter-assistierten Technik kommen besonders dann zum Tragen, wenn es auf millimeter-genaue Präparation erkrankter Gewebe ankommt. Das ist zum Beispiel bei vielen Krebsoperationen der Fall.

Die Robotertechnik erlaubt es, Krebsgeschwülste sicher minimalinvasiv zu entfernen und gleichzeitig wichtige Strukturen, wie Gefäße und Nerven, zu schonen. Müssen darüber hinaus komplexe Organstrukturen wieder rekonstruiert werden, ist eine minimalinvasive Operation oft nur mithilfe dieser neuen Technologie möglich.

Kleinste Defekte können sichtbar gemacht werden und das Nähen im Inneren des Körpers wird deutlich erleichtert. Das spart OP-Zeit und vermeidet Komplikationen.

Beispiele für den Einsatz der Robotertechnik:

  • Operationen bei Prostatakrebs
  • Entfernung von Nierentumoren in der Urologie
  • Entfernung der Gebärmutter bei Krebs in der Gynäkologie
  • Operationen bei Dickdarmkrebs oder Magengeschwülsten in der Bauchchirurgie

Angebot in Berlin

Roboter-assistierte Chirurgie bei Vivantes in Berlin

Vivantes hat sich als ein Zentrum für Roboter-assistierte Chirurgie etabliert. Die Robotertechnik wird durch die Kliniken für Chirurgie, Gynäkologie und Urologie mehreren Vivantes-Standorten betrieben und weiterentwickelt.

Das Spektrum umfasst:

  • In der Chirurgie: Tumorerkrankungen der Speiseröhre, des Magens, der Nebennieren, der Bauchspeicheldrüse, des Dickdarms und Enddarms
  • In der Gynäkologie: Entfernung von Krebserkrankungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses, Lymphknotenentfernung bei Krebserkrankungen, Operationen bei Endometriose
  • In der Urologie: Prostataentfernung bei Prostatakrebs, Nierentumorentfernung, Nierenbeckenplastik, Rekonstruktion des Harnleiters, Harnblasenentfernung bei Krebs

Kontakt

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Urologie

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Humboldt-Klinikum

Tel. 030 - 130 12-12 61

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https://www.vivantes.de (Humboldt-Klinikum, Gynäkologie)