Zwei Ruderinnen beim Coastal Rowing. Bild: Tomski-Media
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Coastal Rowing gilt als Wildwasser-Variante des Ruderns. Gerudert wird hauptsächlich auf dem offenen Meer sowie auf unruhigen oder mit Schifffahrt frequentierten Flüssen und Seen.

Die speziellen Coastal Rowing Boote haben ein offenes Heck, damit Wasser problemlos ablaufen kann. Die dynamisch zu rudernden Boote liegen sehr stabil im Wasser, erreichen durch ihr Surfverhalten hohe Geschwindigkeiten und sind durch ihre Bauweise nahezu unsinkbar.

Aufgrund ihrer Eigenschaften können Ruderanfänger in allen Altersklassen und ohne besondere technische Vorkenntnisse die Faszination Rudern erleben.

Bereits mit wenig Kraftaufwand und Grundkenntnissen können hohe Geschwindigkeiten erzielt werden und belohnen mit einem hohen Spaßfaktor.

Coastal Rowing kann sowohl als Individualsport im Einer, als Team im Zweier oder im Vierer gerudert werden.

Trendsport Coastal Rowing

Coastal Rowing gewinnt in Deutschland aufgrund des hohen Spaßfaktors und der umfassenden Trainingseffekte, gepaart mit einem einmaligen Naturerlebnis, zunehmend an Bedeutung. Der Sport ist besonders populär in den südlichen Mittelmeerländern wie Frankreich, Spanien und Griechenland. Costal Rowing kann leistungsorientiert bis zu Weltmeisterschaften betrieben werden oder als Freizeitsport sowie für die allgemeine Fitness.

Wettkämpfe werden nicht auf einer traditionellen Regattastrecke ausgetragen, sondern auf freien Gewässern mit Massenstart, Rechteck-Kurs und dramatischen Wendemanövern: Die Naturgewalten Wind, Wasser und Wellen werden nicht, wie beim klassischen Rudern ausgeschaltet, sondern man legt sich mit ihnen an und spielt  mit ihnen.

Vor- und Nachteile

Spaßfaktor: 

Perfekt! Es kommt eine völlig neue Dimension zum Rudern hinzu: Coastal Rower steuern gezielt Wellen und unruhiges Wasser an, um den Funfaktor zu erhöhen, statt stur geradeaus auf ruhigen Gewässern zu bleiben.  Dabei gibt es viel frische Luft, ein tolles Naturerlebnis und auch oft eine nasse, kreislaufanregende Dusche. Da Coastal Rowing aufgrund der stabilen Boote wesentlich leichter zu erlernen ist, gibt es auch schnell erste Erfolgserlebnisse - und damit schneller Spaß.

Fettabbau:  

Genau wie beim klassischen Rudern, erfolgt die langandauernde submaximale Belastung im aeroben Bereich, was den Fettabbau fördert und das Körperwohlbefinden stärkt.

Herz-Kreislauf-System: 

Rudern kann optimal den individuellen Möglichkeiten angepasst werden. Auch für Herz-Kreislauf-Patienten ist die Sportart daher bestens geeignet.

Rückenfreundlichkeit / Schonung der Gelenke:  

Bei Anwendung der richtigen Rudertechnik ist Coastal Rowing für Menschen mit Rückenproblemen geeignet. Sie dient der Muskelbildung und Stabilisierung des gesamten Bewegungsapparates. Jeder Schlag ist beim Coastal Rowing anders, daher muss man immer mit voller Konzentration dabei sein.

Ausdauer:  

Perfektes Ausdauertraining für den gesamten Bewegungsapparat. Alle wesentlichen Muskelgruppen werden beim Rudern beansprucht.

Koordination: 

Stark koordinationsfördernd. Gleichgewicht und Koordination werden durch die variierenden Kräfteeinwirkungen auf den Bootskörper durch Wind und Wellen permanent gefordert. Auch die Reaktionsfähigkeit wird trainiert, da man sich mit jedem Ruderschlag neu einstellen muss.

Kraft:  

Beim Coastal Rowing werden alle wesentlichen Muskelgruppen beansprucht, vor allem die rumpfstabilisierenden Muskelgruppen. Die meiste Kraft kommt aus der Beinarbeit, gefolgt von Rücken- und Armkräftigung.

Kontraindikation:  

Rudern zeichnet sich durch einen hohen Gesundheitswert aus. Da man das Tempo selbst bestimmt, können Herz-Kreislauf-Patienten mit geringerem Krafteinsatz problemlos Coastal Rowing betreiben. Bei akuten Rückenbeschwerden ist eine korrekte Rudertechnik unverzichtbar. Kein Sport bei akuten Erkrankungen!

Ausrüstung / Kosten:  

Boot, Ruder, Schwimmweste. Coastal Rowing kann sowohl im Verein als auch individuell betrieben werden. Coastal-Boote sind kürzer als reguläre Rennruderboote und bestimmte Ausführungen können problemlos auf dem Autodach transportiert werden. Diese mobilen Varianten mit einer Länge von etwa 4,80 Metern sind jedoch leichter zu handhaben als Kajaks und passen häufig in die gleichen Dachträger.

In Deutschland gibt es aktuell eine begrenzte Anzahl an Rudervereinen, die Coastal Rowing anbieten, aber mit steigender Nachfrage wird auch das Angebot an Coastal-Booten zunehmen.

Tipp: Erkundigen Sie sich nach Ruderclubs, die Coastal Rowing anbieten und sammeln Sie Ihre ersten Erfahrungen im Verein. Dort ist der materielle Aufwand geringer, da die Boote gestellt werden.

Verletzungsrisiko: 

Beim Coastal Rowing ist die Verletzungsgefahr sehr gering. Bei falschen Bewegungsabläufen können Verletzungen vorkommen.