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Gerä­te­turnen

Turner und Turnerinnen messen sich am Reck, Barren oder Stufenbarren, Seitpferd, Schwebebalken, Sprungpferd, Boden oder an den Ringen. 

Dabei werden verschiedene Schwung- und Kraftelemente wie Rollen, Sprünge, Überschläge, Kippen, Felgen und Schwünge ausgeführt. Das Training einer effektiven Turntechnik beginnt bereits im Kindesalter.

Geräteturnen eignet sich aufgrund seiner extrem hohen Anforderungen an den Bewegungsapparat nicht als Gesundheitssport.

Vor- und Nachteile

Spaßfaktor:

Hartes Training: Geräteturnen erfordert akrobatische Fähigkeiten und artistische Beweglichkeit. Wer nicht als Kind mit dem Geräteturnen begonnen hat, wird wenig Freude an der "harten Knochenarbeit" haben.

Fettabbau:

Kaum Ankurbelung der Fettverbrennung.

Herz-Kreislauf-System:

Durch hohe Belastungsspitzen bewirkt Geräteturnen kaum gesundheitsfördernde kardiovaskuläre Trainingseffekte und ist völlig ungeeignet für Herz-Kreislauf-Patienten.

Rückenfreundlichkeit / Gelenkschonung:

Die hohen turntechnischen Ansprüche überlasten das Stütz- und Bewegungssystem und führen zu zahlreichen Fehlbelastungsfolgen. Viele Turner leiden als Erwachsene an Rücken- und Gelenkbeschwerden.

Wichtig

Bei Kindern und Jugendliche sind regelmäßige ärztliche Kontrollen Pflicht! 

Ausdauer:

Die für die Gesundheit wichtige Grundlagenausdauer wird wenig verbessert, da beim Geräteturnen Kraft und Schnelligkeit im Vordergrund stehen.

Koordination:

Die Kompliziertheit der Turnelemente erfordert ausgeprägte koordinative Fähigkeiten hinsichtlich der Körperbeherrschung, Konzentration und Flexibilität. Schädlich sind dabei die übertriebenen, abnormalen Bewegungsausschläge der Gelenke über das Normalmaß hinaus.

Kraft:

Geräteturnen fördert den Muskelaufbau und sorgt durch die ausgeprägte Rumpfmuskulatur für eine gute Körperhaltung. Besonders stark trainiert werden die Muskeln der Arme und des Schultergürtels.

Kontraindikation:

Als Leistungssport ist Geräteturnen nur für Kerngesunde geeignet. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Beschwerden am Bewegungsapparat oder Übergewicht sollten andere Sportarten ausgeübt werden. Kein Sport bei akuten Erkrankungen!

Ausrüstung / Kosten:

Für Wettkämpfe vorgeschriebene Turnkleidung plus Mitgliedsbeitrag im Verein.

Verletzungsrisiko:

Geräteturnen ist ein äußerst verletzungsanfälliger Sport, bei dem nach nur zweijährigem Leistungsturnen schon viele Sportler bleibende Schädigungen davontragen. Besonders betroffen: Wirbelsäule, Sprung- und Kniegelenke, Schultergürtel und Arme durch Traumata an Muskeln, Bändern und Sehnen, Überlastungen, Brüche und Ausrenkungen. Auslöser sind Sprünge und Abgänge vom Gerät, hohe Zug- und Druckkräfte sowie ermüdungsbedingte Stürze.