Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Tai-Chi

Tai-Chi Quan ist eine alte chinesische Kampfkunst, die sich seit dem Ende der Ming-Dynastie (1368 -1644 n.Chr.) entwickelte. Sie nimmt Tai-Chi als ihren Grundgedanken und adoptiert Elemente von 16 verschiedenen chinesischen Kampfkünsten. In einer traditionellen Abfolge werden sanfte und weich fließende Körperübungen im Zeitlupentempo ausgeführt, die der altchinesischen Kampfkunst nachempfunden sind.

Fortgeschrittene können das "Schattenboxen" sogar zur Selbstverteidigung einsetzen. Das Praktizieren von Tai-Chi Quan ist nicht nur körperliches Training zur Gesundheitsförderung, es kultiviert auch Körper, Geist und Charakter und soll die Lebensenergie im Körper harmonisch fließen lassen.

Vor- und Nachteile

Spaßfaktor:

Altersunabhängige Entspannung mit hohem Gesundheitswert für Körper und Geist: mehr Stresstoleranz, Ausgeglichenheit, Körperbeherrschung und Anmut.

Fettabbau:

Tai-Chi eignet sich bedingt zur Fettreduktion. Die Übungen können sowohl langsam als auch schnell ausgeführt werden. Allerdings um die Stufe des Fettabbaus zu erreichen, müssen Dauer und Herzfrequenz genau kontrolliert werden. Eine Übungseinheit von mindestens 45 Minuten sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Herzfrequenz von etwa 120 ist zu empfehlen.

Trainingstipp:

Tai-Chi Aerobic: Die moderne und ganzheitliche Variante verbindet sanfte Meditation mit aktivem Fitnesstraining und sorgt nicht nur für Entspannung, sondern macht auch eine gute Figur. Denn durch die niedrige Intensität der Belastung ist das Training ideal zur Fettverbrennung geeignet. Kurse gibt's im Fitnessstudio.

Herz-Kreislauf-System:

Zur Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gut geeignet durch positive Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System. Auch für Asthmatiker durch vertiefte und entspannte Atmung empfehlenswert.

Rückenfreundlichkeit / Gelenkschonung:

Regelmäßig und korrekt ausgeführt kann Tai-Chi auch bei Rücken- und Gelenkbeschwerden schonend Haltungsschäden vorbeugen, Verspannungen lösen und die Beweglichkeit verbessern.

Starre Körperhaltung, falsche Sitzeinstellung, ungünstige Lichtverhältnisse im Raum führen zu Muskelverspannung und Muskelverhärtung, die Schmerzen sowie Nervenprobleme wie beispielsweise Migränen verursachen können. All diese Symptome können durch gezielten Einsatz von Tai-Chi, gelindert und teilweise ganz beseitigt werden.

Ausdauer:

Keine Verbesserung aufgrund zu niedriger Belastungsintensität. Zusätzliches Ausdauertraining nötig. Trotzdem als gute Einstiegsmöglichkeit empfehlenswert für diejenigen, die die gern ohne große Anstrengung etwas Gutes für ihre Gesundheit tun möchten.

Koordination:

Die Kombination aus schnell und langsam, starr und zart, offensiv und defensiv, direkt und indirekt, fördert in besonders hohem Maße die Körperbeherrschung und -wahrnehmung sowie Konzentration, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Die Übungen bestehen aus Bewegungselementen wie Drehung und Verlagerung des Körperschwerpunktes bei gleichzeitigen Einsätzen der Arme und Beine. So wird die Körperkoordination bei höchster Konzentration geübt.

Kraft:

Tai-Chi führt kaum zu Kraftzuwachs. Jedoch werden vor allem die kleinen Muskelgruppen, die bei anderen Sportarten kaum aktiv beteiligt sind, trainiert und die tief liegenden Muskeln aktiviert. Bei regelmäßigem Üben verbesserte dies die Haltung und mindert Verspannungen.

Kontraindikation:

Aufgrund der geringen Anstrengung ist Tai-Chi für jeden geeignet und bietet eine gute Krankheitsvorbeugung und -behandlung bei Asthma, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Knochenerkrankungen, Verdauungsstörungen und psychovegetativen Beschwerden. Kein Sport bei akuten Erkrankungen!

Ausrüstung / Kosten:

Tai-Chi lernt man am besten in einem Kurs unter fachkundiger Anleitung, damit Fehler sofort korrigiert werden. Eine spezielle Ausrüstung ist nicht nötig.

Verletzungsrisiko:

Verletzungen und Überanstrengungen sind so gut wie ausgeschlossen durch die niedrige Belastungsintensität.