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Wind­surfen

Beim Windsurfen werden vor allem die Unterschenkel-, die Bauch und die Rücken- sowie die Oberarm-, Schulter- und Unterarmmuskulatur trainiert. Zudem wird ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit sowie der Gleichgewichtssinn gefordert und gefördert. 

Vor- und Nachteile

Spaßfaktor:

Individualsport, schönes Naturerlebnis (das unmittelbare Spüren der Elemente, Messen mit den Elementen).

Fettabbau:

Die statische Haltearbeit (Kraftausdauer) überwiegt, keine aerobe Dauerbelastung.

Herz-Kreislauf-System:

Geringe Anpassung.

Rückenfreundlichkeit/Schonung der Gelenke:

Langandauernde Haltepositionen können zu schneller Ermüdung führen. Der Surfer begibt sich in eine bequemere Ruhehaltung mit Rundrücken. Diese Haltung verstärkt eine für die Wirbelsäule ungünstige Belastung. Auch die Bänder der Kniegelenke, die das gesamte Gewicht halten, werden zusätzlich strapaziert.

Ausdauer:

Geringe Trainingswirkung, da Dauerbelastungen beim Windsurfen Kraftausdauer erfordern.

Koordination:

Trainiert werden neben der Kraftausdauer vor allem Gleichgewicht, Koordination, Konzentration und Reaktion.

Kraft:

Vorrangig beanspruchte Muskulatur: Hand- und Unterarmmuskulatur zum Greifen (Halten des Gabelbaumes), Oberarm- und Schultermuskulatur zum Armbeugen und Ziehen (Gabelbaum dicht nehmen und zum Bug oder Heck neigen), Bauch- und Hüftbeugemuskulatur (Hängen im Trapez), Beinmuskulatur zum Strecken der Knie (Ausreiten, Wenden, Halsen), Muskulatur zum Heben der Füße (Halten und Steuern in den Fußschlaufen).

Tipp:

Einseitigen Dauerbelastungen beugt man am besten durch häufiges Manöverfahren vor. Durch die stetige Variation der Körperhaltung wird die Versorgung der Muskeln und Gelenke angeregt, die dann nicht so schnell ermüden.

Kontraindikation:

Bluthochdruckpatienten, Personen mit bereits geschädigter Wirbelsäule oder einer Anfallskrankheit wie zum Beispiel Epilepsie, oder mit starker Beeinträchtigung des Hör- oder Sehvermögens sollten ihren Arzt befragen. Kein Sport bei akuten Erkrankungen (Erkältung, Fieber).

Ausrüstung:

Board, Rigg, Surfbekleidung, Trapez. Tipp: Unternehmen Sie Ihre ersten Surfversuche in einer Surfschule oder im Verein. Dort ist der materielle Aufwand geringer, da die Ausrüstung meist komplett gestellt wird. Wichtig ist eine funktionsgerechte Bekleidung. Diese muss vor Kälte, Wind und Sonne schützen und trotzdem eine optimale Bewegungsfreiheit und einen guten Stand garantieren. Deshalb sind ein Neoprenanzug und Neoprenschuhe Pflicht.

Verletzungsrisiko:

Eigentlich gering - mögliche Verletzungen sind Prellungen und Verstauchungen durch Stürze beim Abrutschen auf das Board, in das Rigg oder in flaches Wasser.

Wie trainiere ich richtig?

Windsurfen sollte immer durch Ausdauersportarten wie zum Beispiel Joggen, Schwimmen oder Radfahren ergänzt werden. Denn beim Surfen selbst überwiegt die statische Haltearbeit der Muskulatur. Und die hat nur geringe Auswirkungen auf die gesundheitsfördernden Aspekte einer guten Ausdauer, die zum Beispiel durch dreimaliges Joggen in der Woche (jeweils 40 Minuten) zu erreichen ist.

Da die statische Haltearbeit beim Windsurfen insbesondere Kraftleistungen der Arm-, Bein- und Rumpfmuskulatur voraussetzt, sollten gerade diese Muskelgruppen zudem regelmäßig gekräftigt werden.

Mini-Trainingseinheit (90 Minuten Windsurfen)

Aufwärmen

Insgesamt 15 Minuten leichtes Aufwärmstretching und Armkreisen. Waden, Oberkörper und Schulterbereich dehnen. Zum Beispiel aufrecht stehend an einer Wand abstützen, Füße nach hinten versetzen (Wadenmuskulatur). Sitzend Fußsohlen zusammenbringen, Füße zum Gesäß ziehen, Knie Richtung Boden drücken (Leistenbereich). Finger hinter dem Rücken greifen. Auch Finger und Unterarme aufwärmen.

Hauptteil

60 Minuten Surfen, Lang- und Kurzstrecken mit vielen Manövern wechseln sich ab, um Dauerbelastungen zu vermeiden.

Ausklang

Lockeres Auslaufen (15 Minuten) und Stretchen, bevor die Ausrüstung zusammengepackt wird.