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Die meisten Männer melden sich aufgrund von Erkrankungen des Bewegungsapparats bei der Arbeit krank. Das geht aus dem aktuellen TK-Gesundheitsreport hervor. Im Jahresdurchschnitt 2017 beliefen sich ihre Fehlzeiten sogar auf 13,6 Tage. Liegt es an fehlender Bewegung?

Der Rücken schmerzt, es zieht in der Schulter und das Knie erschwert das Laufen. Aufgrund von Krankheiten am Muskel-Skelett-System werden TK-versicherte Männer laut aktuellem TK-Gesundheitsreport 2018 (PDF, 2,0 MB)  am häufigsten krankgeschrieben, gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen sowie Krankheiten des Atmungssystems. Fast drei Wochen (13,6 Tage) bleiben Männer im Jahresdurchschnitt wegen verschiedener Beschwerden vom Arbeitsplatz fern. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage fallen dabei auf die 25-34 Jährigen, die meisten auf die 60- bis 64-Jährigen. 

Bei Frauen sieht die Reihenfolge hingegen anders aus: Bei ihnen steckt hinter den Fehlzeiten am häufigsten die Psyche . Beschwerden am Bewegungsapparat sowie Atemwegserkrankungen folgen auf dem zweiten bzw. dritten Platz. Allerdings: Arbeitsunfähigkeitstage wegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems kommen bei Frauen im direkten Vergleich etwas öfter vor als bei Männern. Rückenschmerzen sind demnach geschlechterübergreifend eine der meist gestellten Diagnosen. 

Haltungsschäden als Ursache

Nur weil Männer im Vergleich zu Frauen eher verletzungsträchtigen Kontaktsportarten wie Fußball, Handball oder Rugby nachgehen, heißt es nicht, dass darin hauptsächlich die Ursache für die Erkrankungen am Bewegungsapparat auszumachen ist. "Rückenschmerzen sind weniger Folge sowohl von Sportarten als auch von körperlichen Tätigkeiten, sondern eher Folge von Haltungsschäden, Bewegungsmangel oder auch larvierter Depression", sagt Dr. med. Helga Christoffel, Fachärztin für Allgemeinmedizin. Unter Letzterem versteht man eine depressive Episode, bei der körperliche Beschwerden im Vordergrund stehen. "Und somatische Beschwerden sind bei Männern eher akzeptiert als psychische Beschwerden", fügt Christoffel hinzu.

Was Sie bei akuten Rückenschmerzen tun können

Wenn Sie sich vor Schmerzen kaum noch rühren können, gönnen Sie sich zunächst etwas Ruhe. Allerdings sollten Sie nicht so lange das Bett hüten, denn Bewegung ist auch jetzt wichtig. Spazierengehen tut dem Kreuz oft gut, da dadurch die Muskeln und die Gelenke bewegt werden. Rückentraining kann auf Dauer hilfreich sein, um den Schmerz abzuwenden. Die Techniker bietet ihren Versicherten auf ihren Online-Seiten verschiedene  Übungen zur Kräftigung der Rückenmuskulatur an.

Wann es ratsam ist, den Arzt aufzusuchen

Wenn die Beschwerden länger als drei Tage anhalten, sollten Sie mit einem Arzt nach der Ursache suchen. Bei starken Kreuz- und Beinschmerzen, die mit Lähmungserscheinungen in den Beinen verbunden sind oder bei Kontrollverlust über Blase und Darm ist eine umgehende ärztliche Vorstellung erforderlich.

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