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Wenn die Spannung steigt - steigt auch der Puls. Manchmal mit drastischen Folgen: Untersuchungen zeigen, dass Herzattacken von Fußballfans gar nicht so selten sind. So können Sie sich während der WM schützen.

Mit dem Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft in Russland ist für viele Fußballfans die schönste Zeit des Jahres gekommen.

Während die Spieler auf dem Feld sportliche Höchstleistungen erbringen, steigt auch der Puls der Zuschauer - im Stadion genauso wie daheim vor dem Fernseher. In brenzligen Situationen etwa bei einem Elfmeterschießen oder einer Verlängerung kann die Herzfrequenz schon mal Werte von 160 bis 200 Schläge pro Minute erreichen. Wirklich gesund ist das nicht, denn im Ruhezustand schlägt das Herz normalerweise 50 bis 80 Mal in der Minute. Doch ein gesunder Mensch verkraftet das in der Regel. In Fußballstadien kommt es allerdings immer wieder zu kritischen Situationen. Nachrichten, dass Zuschauer einen Herzinfarkt erleiden und reanimiert werden müssen, sind gar nicht so selten.

Bei Elfmeterschießen oder Verlängerung kann die Herzfrequenz schon mal Werte von 160 bis 200 Schläge pro Minute erreichen.

Kann Aufregung im Fußballfieber also zu einer Herzattacke führen? Durchaus, sagen Herzmediziner und verweisen auf den emotionalen Stress, der leider auch während eines eigentlich schönen Ereignisses wie einem WM-Spiel schädlich für die Herzgesundheit ist. Allerdings liegen nach Angaben der Deutschen Herzstiftung in den meisten Fällen bereits Vorschädigungen wie Bluthochdruck oder eine Herzerkrankung vor.

Anzahl der Herzattacken verdreifacht

Eine Untersuchung während der Fußball-WM 2006 in Deutschland mit über 4.000 Patienten aus Münchner Notaufnahmen hatte gezeigt, dass sich die Zahl der Herzinfarkte und gefährlichen Herzrhythmusstörungen während der sieben Spieltage der deutschen Mannschaft verdreifachte. Fast jeder zweite Betroffenen litt bereits an einer krankhaften Einengung der Herzkranzgefäße, der sogenannten koronaren Herzkrankheit (KHK).

Eine Entwarnung für den einschlägigen Fußballfan ist das aber nicht. Laut Wissenschaftlern der Deutschen Sporthochschule Köln haben Männer per se ein höheres Herz-Kreislauf-Risiko als Frauen. Folglich kommt es bei ihnen auch öfter zu kritischen Ereignissen während eines Fußballspiels, wie Untersuchungen zeigen. Davon abgesehen sind männliche Fußballfans meist stärker emotional am Geschehen auf dem Spielfeld beteiligt.

Cool bleiben

Besonders gefährlich wird es, wenn Alkohol ins Spiel kommt. Der stimuliert nämlich zusätzlich noch die Pulsfrequenz. Experten raten darum, auf exzessives Trinken zu verzichten und cool zu bleiben - notfalls, indem man kurz die Augen schließt oder im Extremfall vor die Tür geht, um frische Luft zu schnappen.

Tipps für Herzkranke

Herzkranke Menschen, die um ihre Aufregung wissen, sollten dagegen bereits vor dem Spiel vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Die Deutsche Herzstiftung rät, Medikamente und Blutdruck vom Arzt überprüfen zu lassen und natürlich die Medikamente konsequent einzunehmen. Patienten mit einer KHK sollten darüber hinaus vor dem Spiel die Betablocker-Dosis erhöhen und bei akut einsetzendem Engegefühl in der Brust sofort Nitrospray nehmen. Bei sehr nervenschwachen, herzkranken Fans sei ausnahmsweise auch mal ein Beruhigungsmittel erlaubt.