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Die Ferse des Achilles blieb der griechischen Sage nach verletzbar. Das gilt auch für Fußballspieler: Reißt die Achillessehne, braucht sie längere Zeit, um zu heilen - egal ob mit oder ohne Operation.

Die Achillessehne verbindet Wadenmuskeln und Fersenbein. Ob Laufen, Gehen oder Springen, die Sehne ist daran immer beteiligt. Reißt Fußballspielern die Sehne teilweise oder ganz, geht das an ihm selbst, aber auch an seinen Mitspielern meist nicht sang- und klanglos vorbei: Der Riss ist oftmals mit einem heftigen Knallgeräusch verbunden.

Warum reißt die Sehne eines Profifußballers?

Die Achillessehne ist zwar die stärkste Sehne des Körpers, aber auch extrem belastet. Übliche Risikofaktoren für einen Riss wie unzureichender Trainingszustand, Stoffwechselerkrankungen und mittleres Lebensalter fallen bei Profifußballspielern eher weg. Warum aber kann auch ihnen die Sehne reißen?

Möglicherweise war die Sehne schon durch kleinste Risse vorgeschädigt und degenerativ verändert. Im Spiel ist sie dann überbelastet. Denn die Spieler strapazieren ihre Muskeln und Sehnen enorm und im Spiel verletzen sich Spieler viermal so häufig wie im Training.

Wenn Spieler ahnen, was passiert ist

Reißt die Achillessehne, ist das oftmals zu hören und ganz deutlich zu spüren:

  • Ein peitschenknallähnliches Geräusch ist hörbar
  • Die Wade des Spielers schmerzt stark oberhalb der Ferse
  • Der Riss ist als Delle tastbar
  • Die Rückseite des Sprunggelenks und der Wade ist geschwollen
  • Der Spieler ist nicht mehr fähig zu laufen und weiterzuspielen
  • Der Spieler kann nicht mehr auf den Zehenspitzen gehen

Profispieler bevorzugen die Operation

"Um eine Operation kommen Berufssportler kaum herum“, so John Hufert, Dipl.-Sportwissenschaftler der TK. Die Sehne wird genäht und geklebt, anschließend im Gips ruhiggestellt. Zwar ist es grundsätzlich auch möglich, nicht zu operieren. Für Profisportler kommt das aber meist nicht in Frage. Sie wollen schnellstmöglich wieder fit werden.

Trotz Operation und ausgiebiger Rehabilitation, die Sehne kann erneut reißen, wenn Spieler sie belasten. Grundsätzlich sei das Risiko eines erneuten Risses aber nicht erhöht, beruhigt Hufert.
Wenn alles gut verläuft, kann der Spieler nach vier bis sechs Monaten wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren.