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In voller Aktion bewegt sich ein Fußballspieler ungeschickt und bricht plötzlich zusammen. Einfach- oder Mehrfachverletzung - das ist jetzt zu klären. Alleinige Bandverletzungen kommen oft ohne Operation aus.

In 20 Prozent verletzen sich Spieler, weil ein Gelenk verdreht wurde. Die Hälfte der Spieler, die länger ausfallen, haben sich das Knie verletzt.

"Gerissene Bänder und ein beschädigter Kapselbandapparat müssen jetzt über Wochen und manchmal Monate heilen", weiß TK-Sportwissenschaftler John Hufert.

Am häufigsten reißen die Innenbänder des Knies, doch auch das Kreuzband kann verletzt sein.

Wann ist eine Operation nötig?

Die Bänder des Knies stabilisieren das Gelenk. Fußballspieler überlasten die Bänder gerne einmal, wenn sie sich schnell und ruckartig bewegen. Während gerissene Innenbänder meist innerhalb weniger Wochen von allein heilen, werden beschädigte Kreuzbänder eher operiert - denn Fußballspieler möchten schnell auf den Platz zurückkehren und sind auf ein maximal stabiles Gelenk angewiesen.

So heilt das Knie schneller!

Sind die Innenbänder des Knies gerissen, hilft es, das Bein so früh wie möglich ruhig zu stellen und das Knie zu kühlen. Schwellungen und Blutergüsse fallen dann geringer aus, was die anschließende Diagnose der verletzten Gelenkstrukturen erleichtert. Hilfreich ist es auch, das Bein hoch zu lagern und einen Kompressionsverband anzulegen.

Das macht der Arzt

Welche Strukturen verletzt sind, kann nur der Arzt klären. Er testet wie beweglich das Gelenk ist und wie stabil es ist. Röntgen- und Magnetresonanztomografie sorgen möglicherweise für zusätzliche wichtige Informationen.

Wann darf der Spieler wieder auf den Platz?

Geduld kommt dem Knie zugute, sodass es möglichst schnell wieder heilen kann. Mit zwei oder drei Wochen auf der Wartebank müssen Spieler schon rechnen. Intensive Krankengymnastik hilft, dass das Knie wieder kräftig und stabil wird, damit der Fußballer seine Mannschaft möglichst bald wieder tatkräftig unterstützen kann.