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Der ganze Körper ist angespannt, der Kite zieht volle Kraft voraus, das Board gleitet über die Wasseroberfläche. Kitesurfer fahren, wohin der Wind sie zieht, und heben zu atemberaubenden Sprüngen ab. Ihr Kraftstoff ist der Wind, ihr Terrain sind Wasser und Wellen. 

Wie Surfen, Funpark und fliegen zugleich

Kiten ist für alle, die die geballte Power ihres Körpers, die antreibende Wucht von Wind und Wasser und gleichzeitig schwebende Leichtigkeit spüren wollen. Kitesurfen vereint das Beste aus Boardsportarten wie Snowboarden, Wellenreiten und Windsurfen und ist dadurch eine der aufregendsten Funsportarten überhaupt.

Mit beiden Füße in einer Bindung oder in Schlaufen gleiten Kitesurfer mit ähnlichen Schwüngen übers Wasser wie Snowboarder über den Schnee. Da der Kite nicht direkt mit dem Board verbunden ist (wie das Segel beim Windsurfen) sind sie auf dem Wasser auch fast so beweglich und wendig wie ihre Kollegen auf der Piste. Der Kite schwebt dabei meterhoch über den Sportlern und entfaltet schon bei leichtem Wind seine Kraft. Er zieht sie rasant übers Wasser und ermöglicht neben ordentlich Speed auch Sprunghöhen, in denen jede Menge Tricks Platz haben. Und wo so rasant zwischen Wasser, Welle und Luft, zwischen surfen, schweben und springen geswitcht wird, da sind Adrenalinüberflutung und kitzelnde Nerven garantiert.

Kiten beansprucht den ganzen Körper intensiv: Hände, Arme und Oberkörper müssen konstant der Zugkraft des Drachens entgegenhalten, die Rumpfmuskulatur benötigt viel Kraft für die Bewegungen und Sprünge, die Hüft- und Beinmuskulatur hält das Board unter Kontrolle. Schon kleine Moves oder Gewichtsverlagerungen können durch die hohe Geschwindigkeit große Auswirkungen haben. Wer kitet braucht neben all der Power also auch absolute Körperkontrolle und eine gute Portion Feingefühl.

Vor dem Training noch ein wenig Theorie

Was bei erfahrenen Kitern so leicht aussieht, erfordert viel Disziplin und kontinuierliches Training. Wer schon Snowboarden, Surfen oder Wellenreiten kann, lernt Kiten relativ schnell. Denn genau wie diese Board-Sportarten erfordert Kiten Koordinations- und Balanceskills und einiges an Kraft.

Beim Kiten gibt es jedoch über das reine Training der Muskulatur und der Bewegungen hinaus noch einiges zu beachten, weshalb Anfänger mit einer Kitesurfschule oder einem Kite-Kurs gut beraten sind. Dort lernt man nicht nur den richtigen Umgang mit der Ausrüstung, sondern auch wichtige Theorie – beispielsweise welche Spots zum Kiten geeignet sind, wie man sich am Strand und auf dem Wasser verhält, um niemanden zu gefährden, welche Vorfahrtsregeln es beim Surfen gibt und auch was man zu Wind, Wasser und Wetterbedingungen wissen muss.

Gut ausgerüstet aufs Wasser

Kitesurfen ist ein Sport, für den man einiges an Equipment braucht. Dazu gehören natürlich das Board und der Kite inklusive Steuerungs- und Sicherheitsleinen. Mit der "Bar", der Lenkstange, lenkt man den Kite, der je nach Fahrkönnen und Windbedingung unterschiedlich groß sein sollte. Grundsätzlich gilt: Je größer der Drachen, desto größer die Kraft, mit der man über das Wasser gezogen wird. Um die Hüfte geschnallt tragen Kitesurfer außerdem ein Trapez, an dem der Kite eingehakt wird. Dadurch wird ein Großteil der oft doch enormen Zugkraft auf die Hüften und den Rumpf umgelenkt.

Aber damit noch nicht genug: Helm und Schwimm- bzw. Prallschutzweste schützen vor allem Anfänger bei Stürzen. Auch ein Neoprenanzug ist je nach Gewässer und Windtemperatur eine gute Anschaffung.

Wer den Sport erstmal testen möchte, kann sich die komplette Ausrüstung für die ersten Trainingseinheiten natürlich auch in der Kitesurfschule leihen. Vor allem kann man da auch verschiedene Drachen und Systeme testen und herausfinden, was am besten für einen geeignet ist.