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Ein typisches Beispiel für eine Muskelprellung ist der so genannte "Pferdekuss" des Fußballspielers durch einen Tritt des Gegenspielers. 

Wie kommt es zu einer Muskelprellung?

Muskeln, die in der Tiefe über den Knochen verlaufen, können aufgrund von Schlageinwirkungen oder Aufprallverletzungen (zum Beispiel beim Skifahren ) gequetscht werden. Da die Muskulatur stark durchblutet ist, kann ein mehr oder weniger großer Bluterguss (Hämatom) entstehen.

Welche Beschwerden treten auf?

Anfangs ist der Schmerz sehr heftig, später überwiegt je nach Ausmaß des Hämatoms ein schmerzhaftes Spannungs- und Druckgefühl im betroffenen Muskel.

Welche Behandlung ist die richtige?

Die richtigen Sofortmaßnahmen am Unfallort sind entscheidend für den Heilungsprozess. Instinktiv tun verletzte Sportler genau das Richtige. Häufig greifen sie zum verletzten Muskel und üben mit ihrer Hand Druck aus. Durch Kompression des verletzten Gebiets - später durch Anlage eines Druckverbands - kann einerseits die Gewebeblutung frühzeitig gestillt, andererseits der Schmerz überlagert werden.

Weitere sinnvolle Maßnahmen, die die Einblutung ins Gewebe vermindern, sind: Kühlung (Kältesprays sind nicht geeignet), Hochlagerung und Belastungspause.

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

Als häufigster Fehler wird trotz Muskelprellung die sportliche Aktivität nicht unterbrochen. Wer Schmerz als Warnsignal des Körpers ignoriert, riskiert weitere Verletzungen mit aufwendigeren Behandlungen und längeren Sportpausen. Langes Stehen und Gehen innerhalb der ersten Stunden kann zu erneuten Einblutungen führen.

Was können Sie selber tun?

Die empfohlenen einfachen Behandlungsmaßnahmen wie Kompressionsverband, Kühlung, Hochlagerung und Pause kann jeder Sportler, der über das entsprechende Material verfügt, selber vor Ort durchführen. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen unmittelbar nach der Verletzung beginnen.

Vorsicht: Bei frischen Verletzungen sind Massagen innerhalb der ersten 48 Stunden verboten. Es könnten erneut Blutungen im verletzten Gewebe auftreten. Zu einem späteren Zeitpunkt hingegen, können physiotherapeutische Anwendungen wie Lymphdrainage und Elektrotherapie Schwellungen (Hämatome) abbauen und den Heilungsprozess beschleunigen.