Mutter schmückt mit ihrem Kind den Weihnachtsbaum
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Für Kinder ist Weihnachten die schönste Zeit des Jahres. Die emotionale Bedeutung von Weihnachten bleibt, auch wenn wir älter werden. Fast jeder hat aber schon Stress, Streit und Konflikte zu Weihnachten erlebt. Viele sehen Weihnachten deshalb eher mit gemischten Gefühlen entgegen.

Weihnachten ist aufgeladen mit Erinnerungen - an die erwartungsvolle Spannung, bevor sich die Tür zum Bescherungszimmer öffnet, an die brennenden Kerzen am geschmückten Baum, an den Gabentisch, an bunte Teller mit Apfelsinen, Mandarinen, Lebkuchen und Schokolade.

Die meisten von uns machen im Laufe der Zeit allerdings nicht nur angenehme, sondern auch negative Erfahrungen mit dem Fest. Die Vorbereitung erfordert viel Arbeit. Geschenke können enttäuschen. Es gibt Streit bei der Auswahl und beim Schmücken des Weihnachtsbaums. Man kommt zusammen, obwohl man sich eigentlich lieber aus dem Weg gehen würde. Gerade wer besonders viel von Weihnachten erwartet hat, ist dann enttäuscht oder deprimiert.

Tipps für entspannte Feiertage

Wer Weihnachten mit realistischem Blick betrachtet, hat es da leichter. Ein paar Grundsätze helfen, entspannt durch die Feiertage zu kommen.

Die eigenen Wünsche kennen

Machen Sie sich klar, was Ihnen heute an Weihnachten wirklich wichtig ist und worauf Sie nicht verzichten wollen. Der Weihnachtsbaum? Der Kirchgang? Das Essen mit der Familie? Denken Sie darüber nach, was Sie an Weihnachten schön finden - und auch darüber, was Sie anders machen würden als früher. Bewahren Sie das, was Ihnen als Tradition wichtig ist. Verabschieden Sie sich von dem, was nicht mehr zu Ihrem heutigen Leben passt. Schaffen Sie, wenn nötig, Ihre eigenen Weihnachtsbräuche. Denn die Bräuche sind für die Menschen da, nicht umgekehrt.

Bereiten Sie das Fest gemeinsam vor

Überlegen Sie am besten zusammen mit denjenigen, mit denen Sie die Feiertage verbringen wollen: Wie wollen Sie diese Tage gestalten? Wenn Sie unterschiedliche Vorstellungen haben, schließen Sie Kompromisse. Wo wollen Sie sich treffen? Wer macht was? Ein gemeinsames Festessen muss nicht immer der Gastgeber zubereiten. Auch die Gäste können sich beteiligen.

Besprechen Sie mit allen Familienmitgliedern gemeinsam, wie sie sich den Weihnachtsabend vorstellen, was ihnen wichtig ist und was sie stresst. So lassen sich Lösungen finden, von denen alle profitieren - zum Beispiel ein vorbereiteter Braten vom Schlachter oder Würstchen und Kartoffelsalat als Alternative zu stundenlangem Gänse braten. Auch konfliktträchtige Fragen, etwa ob die Teenies abends noch mit ihren Freunden losziehen dürfen, kann der Familienrat so schon im Voraus klären.

Wählen Sie bewusst aus, mit wem Sie feiern wollen

Laden Sie Gäste ein, mit denen Sie wirklich feiern wollen, und seien Sie selbst Gast nur dort, wo Sie es wollen. So werden Ihre Besuche zum Vergnügen und nicht zur lästigen Pflicht. Nicht immer muss die ganze Familie zusammenkommen, nur weil es schon immer so war. Vor allem, wenn es Konflikte zwischen den Familienangehörigen gibt, kann es hilfreich sein, wenn Sie sich an unterschiedlichen Tagen mit ihnen treffen. Das muss nicht unbedingt direkt zu Weihnachten sein. Es gibt auch andere Zeiten im Jahr, an denen Sie liebe Menschen treffen können. Das kann Ihnen auch helfen, wenn Sie einmal nicht genug Zeit oder Budget haben, um ein großes Familienfest zu feiern.

Schaffen Sie sich Freiräume

Auch zu Weihnachten müssen Sie nicht immerzu mit Ihren Gästen zusammen sein. Planen Sie Freiräume ein. Nehmen Sie sich Auszeiten, um sich zu erholen und zu entspannen, zum Beispiel einen besuchsfreien Abend. Gönnen Sie sich einen gemütlichen Morgen im Bett und lesen Sie ein neues Buch. Oder lassen Sie sich bei einem Spaziergang die frische Luft um die Nase wehen. Erlauben Sie auch anderen, sich einmal zurückzuziehen.

Machen Sie sich einen Plan

Wie andere Feiern auch ist das Weihnachtsfest mit Arbeit verbunden und muss geplant werden. Denn weder das Essen noch der Gabentisch entstehen von allein. Am besten machen Sie sich eine Liste all der Dinge, die Sie vor dem Fest erledigen wollen.

  • Geschenke einkaufen
  • Lebensmittel besorgen
  • Weihnachtsdekoration überprüfen
  • Kerzen besorgen
  • Weihnachtsbaum schlagen
  • Geschenke einpacken
  • Briefe versenden

Überlegen Sie, wann Sie die einzelnen Vorhaben umsetzen wollen. Wenn Sie rechtzeitig damit anfangen, kommen Sie nicht in Stress.

Schenken Sie sich Gelassenheit

Weihnachten kann wunderbar sein. Je mehr Sie aber erwarten, desto mehr setzen Sie sich und andere unter Druck. Denn Gefühle und Glück kann man nicht erzwingen.

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