Junge zündet Kerzen am Weihnachtsbaum an
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Heiße Gefahren im Winter

Ob Kerzen am Weihnachtsbaum, heiße Öfen beim Plätzchen backen oder Böller zum Jahreswechsel. Gerade im Dezember besteht für Kinder erhöhte Gefahr, sich zu verbrennen.

Glühwein, Kerzen und heiße Öfen

"Gerade jetzt behandeln wir gehäuft Kinder mit Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten und vermehrt Kinder mit Kontaktverbrennungen an Ofenscheiben", berichtet Dr. Axel Hennenberger, Chefarzt der Neonatologie der pädiatrischen Intensivmedizin und der Schwerbrandverletztenabteilung am Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg.

"Brandverletzungen bei Kindern verändern das Leben der ganzen Familie. Die Verletzungen sind sehr schmerzhaft und ziehen langwierige Behandlungen nach sich, schwere Verbrennungen und Verbrühungen haben lebenslange Narben zur Folge."

"Brandheiße Unfälle" in der Winterzeit passieren laut der Initiative für brandverletzte Kinder Paulinchen vor allem durch:

  • Verbrühungen beim Inhalieren
  • Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten
  • Verbrennungen durch Zündeln mit Adventsgestecken und Tannenzweigen
  • Verletzungen durch Silvesterknaller
  • Brandverletzungen durch Kerzen und offene Feuerstellen
  • Verpuffungen durch Brandbeschleuniger beim Fondue
  • Kontaktverbrennungen an heißen Flächen

"Schützen Sie Ihre Kinder in der Winter- und Weihnachtszeit ganz besonders vor Verbrennungen und Verbrühungen. Heiße Flüssigkeiten, wie Tee, Glühwein, Kaffee schädigen schon ab 52 Grad Celsius die Kinderhaut", warnt Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen.

Verbrennungen und Verbrühungen vorbeugen

Vor allem Eltern sollen die Gefahren im häuslichen Umfeld kennen und den Kindern erklären, was "heiß" bedeutet. Denn nur wer selber die Risiken richtig einschätzt, kann sein Kind effektiv schützen. Es ist daher notwendig, vorausschauend zu handeln und das richtige Verhalten zu trainieren.

"Es ist sehr bedeutend, dass kleine Kinder früh erkennen können, welche Risiken Feuer verursachen kann und wie man dieser Gefahr begegnet", erklärt Martina Abel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. "Daher sollen Kinder bereits im Kindergarten lernen, wie man zum Beispiel ein Streichholz richtig anzündet und wieder löscht."