Geöffnete Packung Nussschokolade
Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Ein Stück Schokolade aus dem Adventskalender oder ein üppiges Weihnachtsessen: Im Dezember nimmt sich auch Motivationscoach Andreas Niedrig die Freiheit, bewusst zu schlemmen. Der ehemalige Weltklasse-Triathlet mahnt jedoch, es nicht zu übertreiben, die Balance zu wahren und Kindern ein gutes Vorbild zu sein.

"Mit dem ersten Dezember beginnt etwas, was mich auch heute noch jeden Morgen aufs Neue erfreut: Morgens, wenn meine Familie und ich wach werden, ist die erste Aktion, ein Türchen an unserem Weihnachtskalender zu öffnen. Ohne ein schlechtes Gewissen beginnen wir den Morgen mit einem Stück Schokolade.

Am 6. Dezember ist dann bereits Nikolaus und man belohnt seine Lieben und sich selbst mit Süßigkeiten und vielleicht dem ersten Besuch auf einem Weihnachtsmarkt. Hier wird geschlemmt, was das Zeug hält: Stollen, Marzipan, Glühwein, vielleicht auch ein Bier oder ein Likörchen.

In der Vorweihnachtszeit geben wir uns gerne den Versuchungen der kleinen 'Dickmacher' hin. Warum auch nicht? Die schönen Lichter, Weihnachtsmusik, die vielen verschiedenen Gerüche, zufriedene und glückliche Menschen, die einem begegnen. Dies alles gibt emotional ein Gefühl der Wärme. 

Balance zwischen Genuss und Bewegung

Auch mir macht es unglaublichen Spaß, hier einmal richtig herzhaft zuzugreifen oder dort etwas über die Stränge zu schlagen. Doch sollte man - bei aller vorweihnachtlichen Hingabe - versuchen, auch die Balance zu wahren. Wir sollten uns immer über die möglichen Konsequenzen im Klaren sein: 'Speckröllekes' und Fettpölsterchen, die sich hartnäckig an Bauch, Po und Beinen festsetzen.

Die Masse an Zucker und Fetten, die wir unserem Körper zumuten, kann unser Organismus beim besten Willen nicht verarbeiten. Da heißt es: gegensteuern. Ich persönlich möchte nicht verzichten, ich möchte aber auch nicht unnötig zunehmen. Für mich heißt das, wenn ich mal wieder richtig zugeschlagen habe, muss ich meinem Körper durch körperliche Aktivität die Chance geben, die überschüssigen Kalorien wieder los zu werden.

Gerne gehe ich gerade in den Wintermonaten ins Fitnessstudio, dort treffe ich Gleichgesinnte und trainiere nicht allein. Auch das Kursangebot, das mich in den Sommermonaten oft nicht so interessiert, wird im Winter interessant. Training in der Gruppe kann zusätzlich motivieren.

Bewusst genießen

Die ganz große Herausforderung sind sicherlich die Weihnachtstage selbst. Ich weiß schon heute, dass ich mich spätestens nach dem 24. Dezember mehr als ausreichend genährt fühle und das Sofa mein bester Freund ist bzw. sein muss. Aber auch das lasse ich gerne zu, weil es einfach für mich zu dieser Zeit dazugehört: genießen, sich im Kreis der Familie oder mit Freunden wohlzufühlen, bewusst über die lukullischen Stränge zu schlagen und dabei spüren, wie gut es mir "eigentlich" geht.

Mit diesem positiven Gefühl fange ich dann aber spätestens nach dem 26. wieder an, mich bewusst zu ernähren und regelmäßig Sport zu treiben.

Reichlich Obst und frisches Gemüse

In den Wintermonaten gibt es bei uns jeden Morgen viel leckeres Obst und mittags wird darauf geachtet, frisches Gemüse auf dem Tisch zu haben. Damit auch mein Sohn Spaß beim Obstessen hat, bin ich gerne bereit, ihm die Orangen zu schälen, die Früchte mundgerecht zuzubereiten und auf einem Teller schön zu garnieren.

Gerade bei Kindern sollten wir immer wieder Überzeugungsarbeit leisten und mit kleinen Brücken gesunde Lebensmittel in den Vordergrund schieben. Vorbilder sind es, die unsere Kinder brauchen, auch und gerade im Bereich der Ernährung. Wer könnte ein besseres Vorbild sein als die eigenen Eltern?

Eine schöne Weihnachtszeit wünscht Ihnen Andreas Niedrig!"