Mit zunehmendem Alter steigt bei Menschen mit Asthma die Wahrscheinlichkeit, weitere Begleiterkrankungen (fachsprachlich Komorbiditäten) zu entwickeln. Dies geht aus einer großen schwedischen Studie hervor. Sie untersuchte, welche Begleiterkrankungen bei einem bestehenden Asthma besonders häufig auftreten und wie sich diese auf die Aktivität des Asthmas auswirken. Die Studienleiter werteten dazu Gesundheitsdaten von über 33.000 Betroffenen aus.

Welche Erkrankungen treten häufig zusammen mit Asthma auf?

Infektionen der Atemwege, ein dauerhaft bestehender Schnupfen (Rhinitis), Bluthochdruck, Angststörungen und Depressionen gingen laut der Studie am häufigsten mit einem Asthma einher. Seltener war, dass Asthma zusammen mit Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Herzbeschwerden (koronare Herzkrankheit oder Herzschwäche) oder entzündlichen Erkrankungen des Darms und der Gelenke auftritt. 

Begleiterkrankungen können Asthmabeschwerden verstärken

Begleitende Erkrankungen der Atemwege wie Nasenpolypen, Lungenentzündungen oder chronischer Schnupfen bewirkten oft eine Verschlechterung des allgemeinen Zustands. Auch das Risiko für Atemnotanfälle stieg. Auch Erkrankungen des Herzens und psychische Probleme können sich -  in geringerem Ausmaß - auf Asthma auswirken. 

Begleiterkrankungen nicht unterschätzen

Auch häufig vernachlässigte Beschwerden wie Hautausschlag (Neurodermitis) und kurzzeitige Atemstillstände im Schlaf (Schlafapnoe) können Asthmabeschwerden verstärken oder die Häufigkeit der Attacken steigern.

Das zeigt, wie wichtig es ist, Begleiterkrankungen bei Asthma gezielt zu behandeln. Teilen Sie daher gesundheitliche Probleme, auch solche, die nicht unmittelbar mit dem Asthma in Verbindung zu bringen sind, Ihrem Arzt  oder Ihrer Ärztin mit. So kann er oder sie die Behandlung bei Bedarf anpassen, um Ihr Asthma optimal in den Griff zu bekommen.

Über die Zusammenhänge zwischen Asthma und Begleiterkrankungen informiert die Deutsche Atemwegsliga e. V. in einem kurzen Video. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Interessierte auch in speziellen Patientenschulungen. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, ob eine Patientenschulung bei Ihnen erforderlich ist.