Stress - was ist das eigentlich? Der Begriff Stress leitet sich vom lateinischen Wort "stringere" ab und bedeutet so viel wie "verengen". Das bezieht sich auf die körperlichen Symptome in einer Notsituation. Bei Asthma verengen sich die Atemwege durch entzündliche Prozesse - sozusagen Stress für die Lunge.

Stress: positiv oder negativ?

Ganz unterschiedliche Situationen können Stress erzeugen. Zum Beispiel setzen Schlafmangel oder eine Achterbahnfahrt den Körper unter Stress. Ein häufiger Stressfaktor ist hoher Zeit- und Leistungsdruck in Schule, Ausbildung und Beruf. Allerdings hängt es von vielen Faktoren ab, ob und wie Stress wahrgenommen wird. Je nachdem, wie gesund der Körper und wie ausgeglichen die psychische Situation ist, kann ein Stressfaktor als Herausforderung (positiver Stress, Eustress) oder Überforderung (negativer Stress, Distress) empfunden werden. Die persönliche Bewertung wird zudem wesentlich dadurch beeinflusst, ob die Situation als freiwillig erlebt wird und ob man sich einer Aufgabe gewachsen fühlt.

Negativer Stress kann asthmatische Beschwerden auslösen

Ängste und negativer Stress können bestehende asthmatische Beschwerden verstärken. Aber sie können auch bei gesunden Menschen die Entwicklung einer asthmatischen Erkrankung auslösen. Besonders Konflikte in der Familie oder im Beruf erhöhen das Risiko. Die gegenwärtige Studienlage stützt die Vermutung, dass Stress nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf das Immun- und das Hormonsystem wirkt. Dadurch kann er direkten Einfluss auf asthmatische Beschwerden haben.

Entspannt durchatmen - gerade wenn es stressig wird

Wer Stresssituationen bewusst und regelmäßig unterbricht, schützt sich vor gesundheitsschädlichem Dauerstress - und vor einer Verstärkung der asthmatischen Beschwerden. Für so eine Unterbrechung gibt es viele Möglichkeiten: Sport und Entspannungsübungen etwa können helfen, Stress körperlich und mental abzubauen.

Bei allen Entspannungsübungen geht es darum, einen Zustand der inneren Ruhe herbeizuführen. Damit werden Ängste abgebaut, und die Atemmuskulatur kann sich entkrampfen. Es spielt keine Rolle, welche Methode angewendet wird, um dieses Ziel zu erreichen: Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung und viele andere Techniken eignen sich gleichermaßen.

Suchen Sie sich eine Entspannungstechnik, die zu Ihnen passt und die Sie wirklich gerne machen. Wenden Sie diese regelmäßig, möglichst täglich, und besonders in stressigen Situationen an.