Was ist COPD?

Wie auch bei Asthma handelt es sich bei COPD um eine chronische Lungenerkrankung. Im Gegensatz zu Asthma verengen sich hierbei die Atemwege in der Lunge aber auf Dauer und zunehmend. COPD geht ebenfalls mit Beschwerden wie Atemnot, Husten und Auswurf einher. Jedoch tritt die Atemnot nicht anfallsartig auf, sondern zeigt sich häufig nur bei körperlicher Belastung. Ein weiterer Unterschied zu Asthma ist das Erkrankungsalter: COPD tritt bei vielen Betroffenen erst ab rund 40 Jahren auf.

Wenn Asthma und COPD zusammen auftreten

Es ist möglich, dass auch Betroffene mit Asthma zusätzlich COPD entwickeln. Diese Mischform beider Erkrankungen nennt sich in der Kurzform ACOS (Asthma-COPD Overlap Syndrom). Die Betroffenen leiden meist unter einer Vielzahl von Symptomen gleichzeitig und sind daher in ihrer Lebensqualität besonders eingeschränkt. Dabei tragen Frauen ein höheres Risiko als Männer, an ACOS zu erkranken. In einer amerikanischen Studie mit über 12.000 Erwachsenen litten rund 4 Prozent der Frauen an ACOS, während es bei den Männern nur rund 2,2 Prozent waren.

ACOS bei Frauen

In einer aktuellen kanadischen Studie wurden über 4.000 Frauen mit Asthma über mehrere Jahre begleitet. Dabei wurde untersucht, wie häufig bei ihnen zusätzlich COPD auftrat. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Risiko, zusätzlich zu Asthma auch COPD zu entwickeln, sehr hoch war: Mehr als jede dritte Teilnehmerin der Studie (42 Prozent) erkrankte während des Studienverlaufs an COPD.

Übergewicht und Rauchen - Risikofaktoren für ACOS

In der Studie wurde ebenfalls untersucht, welche Faktoren eine zusätzliche COPD-Erkrankung bei den Frauen mit Asthma begünstigen können. Es zeigte sich, dass Raucherinnen ein höheres Risiko hatten, an COPD zu erkranken. Ebenso wurde unter anderem Übergewicht als entscheidender Risikofaktor bei der Entwicklung von COPD identifiziert. Rauchen und Übergewicht beeinflussen direkt die Gesundheit der Atemwege und spielen daher wahrscheinlich eine wichtige Rolle für das COPD-Risiko bei Frauen, die bereits an Asthma leiden.

Die gute Nachricht: Einige wichtige Risikofaktoren sind beeinflussbar. So können eine Tabakentwöhnung, ausreichend körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung dazu beitragen, das Risiko für ACOS bei Frauen mit Asthma zu senken.

Hinweis

Im Disease Management Programm schließen sich die Diagnosen Asthma und COPD aus. Sie können nur in einem der beiden DMP eingeschrieben sein. Sollten Sie ACOS haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche der Erkrankungen stärker ausgeprägt ist.