Vorsicht bei Fast Food, farbigen Limonaden und Tütensuppen

Menschen mit Asthma sollten besonders auf ihre Ernährung achten, um Asthmaanfälle zu vermeiden. Folgende Lebensmittelzusätze sind für eine asthmaverstärkende Wirkung bekannt:

  • Der Lebensmittelfarbstoff Tartrazin kann Untersuchungen zufolge bei Betroffenen einen Asthmaanfall triggern. Er bewirkt die gelblich-orange Färbung von Sprudelgetränken und Limonaden und ist außerdem in Tütensuppen, Fertigsaucen und Süßigkeiten enthalten.
  • Die sogenannten Sulfite sind ebenfalls potentielle Auslöser von Asthma-Anfällen. Als Stabilisatoren verhindern sie die natürliche Bräunung in Lebensmitteln. Daher sollten Menschen mit Asthma Getränke wie Wein und Fruchtsäfte, aber auch Konservenfisch und getrocknete Früchte nur mit Vorsicht genießen. Leiden Betroffene zusätzlich unter einer Sulfit-Allergie, kann der Genuss von Sulfit-haltigem Essen zu einer lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktion führen.
  • Auch Glutamat, das vielen Braten- und Sojasaucen sowie den meisten Fertiggerichten zugefügt ist, kann die Beschwerden von Menschen mit Asthma verstärken.
  • Burger, Pommes frites und Fertigpizzen enthalten reichlich gesättigte Fettsäuren. Diese stehen neben dem Risiko für Übergewicht auch in Verdacht, asthmaauslösende Faktoren zu verstärken.

Asthmaanfälle auch durch Natur-Produkte

Doch auch einige naturbelassene Nahrungsmittel können einen Asthmaanfall triggern. Dazu gehören hauptsächlich Lebensmittel, auf die Menschen grundsätzlich häufig mit körperlichen, asthmatischen oder allergischen Beschwerden reagieren. So können beispielsweise Hühnereier, Kuhmilch, Weizen, Sojaprodukte, Erdnüsse, Fisch oder Meeresfrüchte als Auslöser in Betracht kommen. Zudem können auch ein erhöhter Salzkonsum sowie ein Mangel an Magnesium, Selen oder an bestimmten Vitaminen Asthmaanfälle auslösen.

Erste Hilfe durch Ernährungsplan und Basisdiät

Ob und welche Lebensmittel und -zusätze eine asthmaauslösende Wirkung zeigen ist individuell unterschiedlich. Um die Inhaltsstoffe zu identifizieren, die bei Ihnen eine potentiell asthmaauslösende Wirkung haben, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt sprechen. Er beziehungsweise eine speziell ausgebildete Ernährungsberaterin kann Sie gezielt beraten, zum Beispiel mit einem persönlichen Ernährungsplan. Eine sogenannte Basisdiät setzt sich aus nur wenigen Lebensmitteln zusammen, die ein bekannt geringes Risiko für Asthmaanfälle oder Allergien besitzen. Wenn Sie diese Lebensmittel gut vertragen, können Sie Ihre Ernährung allmählich um andere Lebensmittel erweitern. Anhand eines Ernährungstagebuchs können Sie genau dokumentieren, ob und bei welchen Nahrungsmitteln asthmatische Beschwerden auftreten.

Schluss mit Fast Food

Sie können einiges selbst tun, um Asthmaanfällen oder gefährlichen Überempfindlichkeitsreaktionen vorzubeugen, die durch Lebensmittel ausgelöst werden:

  • Achten Sie grundsätzlich auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit unverarbeiteten Nahrungsmitteln.
  • Verzichten Sie möglichst auf Fast Food und Tiefkühlprodukte, Süßigkeiten mit raffiniertem Zucker, würzige Fertig-Snacks oder mit Farbstoff versehene Limonaden.
  • Wenn Asthma-Anfälle beim Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten, vermeiden Sie diese und sprechen Sie zeitnah mit Ihrem Arzt.