Sport und Bewegung an der frischen Luft sind bei Asthma besonders wichtig: Das Immunsystem wird gestärkt, und Sie beugen dadurch Ateminfektionen vor. Anders sieht es aus, wenn die Schadstoffbelastung in der Luft hoch ist. Dann kann je nach Konzentration, beispielsweise von Feinstaub oder Ozon, schon ein Spaziergang draußen zu Atembeschwerden führen.

Den Grad der ständig wechselnden Luftverschmutzung können Sie aber nicht mit bloßem Auge erkennen. Damit Bürger die aktuelle Luftqualität leichter bewerten können, hat das Umweltbundesamt jetzt die kostenlose Handy-App "UBA Luft" (Suchwort Luftqualität) und ein "Luftdatenportal" freigeschaltet. Beides zusammen hilft Ihnen dabei, die aktuelle Luftqualität in Ihrer Umgebung besser einzuschätzen. 

So funktioniert die App:

In Deutschland gibt es über 400 Messstationen, an denen stündlich die aktuellen Werte der Luftschadstoffe Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon gemessen werden. Die App errechnet aus diesen Daten einen sogenannten Luftqualitätsindex (LQI), der in fünf Kategorien von sehr gut bis sehr schlecht eingeteilt ist. Damit Sie rasch informiert sind, wenn sich die Luftqualität verschlechtert oder verbessert, können Sie sich außerdem Warnhinweise auf Ihr Handy schicken lassen. Die UBA Luft-App ist ab sofort verfügbar und werbefrei. Contentstream Magazin

Zusatzfunktionen: Warnhinweise und Verhaltenstipps 

Um einem Asthma-Anfall vorzubeugen, sollten Sie sich bei "schlechter Luft" anders verhalten, als wenn die Konzentration an Schadstoffen in Ihrer Umgebung gering ist. Deshalb erhalten Sie zusätzlich zum Luftqualitätsindex außerdem noch allgemeine Gesundheits- und Verhaltenstipps. Sie erfahren beispielsweise, ob sportliche Aktivitäten im Freien oder Lüften momentan empfehlenswert sind oder nicht. Wenn Sie diese Einschätzung in Verbindung mit Ihrer gesundheitlichen Tagesverfassung berücksichtigen, können Sie stärkeren Asthmabeschwerden effektiv vorbeugen. 

So funktioniert das Luftdatenportal:

Das Luftdatenportal stellt die Belastung durch fünf Luftschadstoffe jeweils in Form einer Landkarte dar, die über regionale Schadstoffkonzentrationen Auskunft geben. Die Karten zeigen Ihnen tagesaktuell, wie hoch die jeweilige Belastung mit Feinstaub, Stickstoffdioxid, Ozon, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid ausfällt. Dadurch können Sie sich frühzeitig auf wechselnde Schadstoffkonzentrationen einstellen und Asthma-Anfällen gezielt vorbeugen. 

Wichtig zu wissen: Erhöhte Ozonwerte führen zu häufigeren Asthma-Anfällen. Über das Luftdatenportal des Umweltbundesamts können Sie sich den aktuellen Ozonwert und sogar eine Prognose für die folgenden zwei Tage berechnen lassen. Vor allem in den Sommermonaten gibt es oft Phasen mit erhöhter Ozonbelastung. Zur Vorbeugung sollten Sie sich in Zeiten höherer Ozonbelastung möglichst wenig draußen aufhalten und Belastungen vermeiden.