Im Herbst schalten die meisten Menschen ihre Heizungen wieder an, wodurch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen drastisch sinkt. Trockene Heizungsluft begünstigt aber Atemwegsinfekte und kann so den Krankheitsverlauf von Asthma negativ beeinflussen. Aus diesem Grund ist es im Herbst besonders wichtig, gegenzusteuern. 

Heilsame Dämpfe 

Bei Asthma reinigt das Inhalieren einer Salzlösung - auch Sole genannt - laut Forschungen der Universität Tübingen die Atemwege und fördert die Durchblutung. Zusätzlich hilft die Inhalation auf natürliche Weise, dass sich die Schleimhäute beruhigen und weniger Schleim gebildet wird. Infekte der oberen und unteren Luftwege treten dadurch nachweislich seltener auf. Als erwünschten "Nebeneffekt" verbessert sich die Lungenfunktion und Asthma-Symptome nehmen ab. 

So wirkt das Inhalieren

Bei der Salzinhalation entsteht ein Aerosol, das aufgrund seiner geringen Größe bis tief in die Lungenbläschen gelangt und direkt "vor Ort" seine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung entfalten kann. Durch die Befeuchtung der Schleimhäute und die durchblutungsfördernde Wirkung löst sich der festsitzende Schleim auf den Flimmerhärchen und sie können sich wieder schneller bewegen. Dies erleichtert den Abtransport von Schadstoffen, eingeatmeten Viren und Bakterien, aber auch das Abhusten von Schleim und gilt als "Selbstheilungskraft" der Atemorgane.  

Praktische Tipps zur Salzinhalation

Inhalationslösungen mit optimaler Konzentration kann man in der Apotheke kaufen oder selbst herstellen. Saubere Utensilien und hygienisches Arbeiten sind wichtige Voraussetzungen, damit die Lösung keimfrei bleibt. 

Für die Herstellung der Lösung sollten Sie am besten Salz verwenden, das möglichst keine Zusatzstoffe enthält, beispielsweise reines Meersalz. Ungeeignet sind dagegen jodhaltige Salze. 

  1. Schritt - Kochen Sie das Wasser (1 Liter) mindestens drei Minuten lang und stellen den Topf dann stabil auf einen Tisch. 
  2. Schritt - Anschließend fügen Sie einen Teelöffel Salz (ca. 9 g) hinzu. Hat sich das Salz unter Rühren vollständig aufgelöst, ist die Lösung fertig. Das Gemisch wird nun als isotone Kochsalzlösung (0,9 % NaCl) bezeichnet. 
  3. Schritt - Beugen Sie sich nun vorsichtig über den Kochtopf und inhalieren Sie die Dämpfe. Ein Baumwolltuch, das Sie über sich und den Topf legen, hält die Wärme und die Aerosole länger konstant. 

Empfohlen wird, mindestens ein Mal täglich zwischen 6 und 10 Minuten zu inhalieren und sich dabei bewusst zu entspannen. Dies kann laut der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin die Übertragung von Viren oder Bakterien durch eine Tröpfcheninfektion um rund 72 Prozent senken. Da keine Nebenwirkungen bekannt sind, gilt die Inhalation als sichere und effektive Begleitmaßnahme bei Asthma.  

Wichtig zu wissen: Salzinhalationen mit einer fertigen Apparatur oder einem elektrischen Vernebler sind eine sehr gute Alternative, denn diese Inhaliergeräte zerstäuben die Kochsalzlösung zu ultrakleinen Tröpfchen. Dadurch verbessert sich die Wirksamkeit der Inhalation entscheidend, denn nur kleinste Aerosole können bis in die feinsten Lungenbläschen gelangen. Für Erwachsene und Kinder stehen bei elektrischen Verneblern große und kleine Atemmasken zur Verfügung.