Schimmel breitet sich als eine Pilzart über sogenannte "Sporen" aus. Diese Schimmelsporen sind überall in der Luft vorhanden. Das ist ganz normal. Bedenklich wird es erst, wenn die Sporen in Kontakt mit Feuchtigkeit kommen.

Schimmel und Feuchtigkeit: ein ungutes Team

Auf beinahe allen Materialien kommt es bei zu viel Feuchtigkeit zu einem rasanten Wachstum von Schimmel. Dieser gibt Sporen und andere flüchtige Verbindungen an die Luft ab. Vor allem in Innenräumen kommt es so zu einer hohen Belastung der Atemluft.

Die Nutzung feuchter und von Schimmel befallener Innenräume geht mit einem erhöhten Risiko einher, an den Atemwegen zu erkranken. So kann Schimmel eine allergische Reaktion oder sogar Asthma auslösen. Auch kann sich eine bereits bestehende Asthmaerkrankung verschlechtern.

Schimmel kann man sehen und riechen

Schimmelbefall ist zum Teil leicht zu erkennen. Er zeigt sich in Form von schwarzen Flecken, beispielsweise in feuchten Zimmerecken, in der Dusche oder auch am Fensterrahmen. Auch ein muffiger Geruch beim Betreten der Wohnung sollte aufmerksam machen. Denn Schimmel versteckt sich auch gerne hinter Möbeln, Bildern und in Kleiderschränken. Husten, Fließschnupfen, Atemnot und Schlafstörungen können eine Reaktion des Körpers auf Schimmel sein.

Regelmäßiges Lüften beugt vor

Die Wassermenge in der Luft wird als Luftfeuchtigkeit bezeichnet. Kondenswasser in jeder Form - beispielsweise an den Wänden oder Fenstern - ist ein Hinweis auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Mithilfe eines so genannten Hygrometers kann diese leicht gemessen werden. Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt bei etwa 20 Grad Celsius zwischen 40 und 60 Prozent. Dieser Wert kann durch regelmäßiges Stoßlüften mit ordentlichem Durchzug erreicht werden. Es ist sinnvoll, mindestens drei Mal am Tag für mindestens zehn Minuten zu lüften, im Sommer gerne auch länger. Möbel sollten nicht direkt an Außenwänden stehen, sondern mit mindestens fünf Zentimetern Abstand.

Schimmel bei Asthma nicht selbst entfernen

Schimmel muss umgehend und nachhaltig entfernt werden. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder Allergien sollten eine Schimmelsanierung aber keinesfalls selbst durchführen - und sie sollten dabei auch nicht anwesend sein. Kleine Stellen können mit handelsüblichen Mitteln vom Schimmel befreit werden. Bei größeren, auch versteckten Schimmelpilzbefällen, sollten die Suche nach der Ursache sowie die Sanierung in fachkundige Hände übergeben werden. Der Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes gibt Hilfestellung zur sachgerechten Erkennung und Beseitigung von Schimmel.