Unter Therapietreue versteht man das Ausmaß, mit dem ein Patient die verordneten Medikamente tatsächlich einnimmt. Fachsprachlich wird sie "Adhärenz" genannt. Fehlende Therapietreue kann unterschiedliche Ursachen haben, etwa Vergesslichkeit, das fehlende Verständnis für die eigene Erkrankung oder die Angst vor Nebenwirkungen.

Therapietreue: besonders bei Asthma wichtig

Schlägt eine Therapie schnell an, kann der Eindruck entstehen, dass die Einnahme des Medikaments nicht dauerhaft notwendig ist - vor allem, wenn ein gelegentliches Vergessen der Einnahme nicht unmittelbar spürbare negative Folgen hat. Gerade bei der Asthma-Therapie ist dieser Eindruck jedoch häufig falsch. Die Medikamente müssen trotz und gerade bei guter Befindlichkeit weiter regelmäßig eingenommen beziehungsweise inhaliert werden. Sie wirken entzündungshemmend und beugen akuten Verschlechterungen vor. Das Ziel der Asthma-Behandlung ist es, die Lunge langfristig von entzündlichen Prozessen zu befreien und damit einer dauerhaften Schädigung vorzubeugen.

Die eigene Therapie verstehen - Verantwortung übernehmen

Therapietreue fällt leichter, wenn verständlich wird, was die einzelnen Medikamente bewirken und warum sie eingenommen werden müssen. Scheuen Sie sich also nicht davor, detailliert bei Ihrem Arzt nachzufragen. Die Teilnahme an einem strukturierten und geprüften Schulungsprogramm wie Ihrem TK-Plus-Programm  kann helfen, dass Sie Ihre Erkrankung besser verstehen. Übernehmen Sie Verantwortung und passen Sie den Therapieplan - gemeinsam mit Ihrem Arzt - an Ihre Bedürfnisse an.

Gehen Sie kein Risiko ein

Asthma beruht auf einer chronischen Entzündung der Atemwege. Zu Beginn der Erkrankung kann die damit verbundene Verengung der Atemwege durch eine entsprechende Medikamenteneinnahme meist vollständig rückgängig gemacht werden. Wird die Entzündung nicht erfolgreich zurückgedrängt, kann es zu dauerhaften Spätfolgen kommen. Dann können auch die Asthma-Medikamente die Schädigung des Lungengewebes nicht mehr vollständig beheben, mit der Folge einer ständig vorhandenen Verengung der Atemwege. Lassen Sie es nicht soweit kommen: Die frühzeitige und regelmäßige Inhalation entzündungshemmender Asthma-Medikamente kann diese Spätfolgen verhindern.