Risiken beim Wintersport mit Asthma

Die kalte und trockene Luft reizt das Bronchialsystem und verengt die Atemwege. Dabei können Atembeschwerden, Kurzatmigkeit und Hustenanfälle auftreten.

Die teilweise ungewohnte körperliche Anstrengung beim Wintersport ist für nicht oder wenig trainierte Personen eine zusätzliche Belastung. Gefürchtet ist vor allem das so genannte Anstrengungsasthma: Hierbei löst die verstärkte Atmung Verkrampfungen im entzündeten Bronchialgewebe aus. 

Auch die Höhenlage bei Wintersport spielt bei eingeschränkter Lungenfunktion eine Rolle: Mit steigender Höhe verringert sich der sogenannte Sauerstoffpartialdruck. Das heißt, dass die Luft ab circa 1.500 Metern über dem Meeresspiegel spürbar "dünner" wird, was der Körper mit verstärkter Atmung auszugleichen versucht. Allerdings ist die Höhenluft in der Regel sauberer und enthält weniger Allergene.

Positive Auswirkungen des Schneevergnügens

Generell gilt: Ausdauer, Allgemeinbefinden und Lungenfunktion profitieren enorm von regelmäßiger Bewegung rund ums Jahr - also auch während der kalten Jahreszeit.

Beim Ski- oder Snowboardfahren ergeben sich immer wieder mal kleine Pausen - sei es im Lift oder bei kurzen Stopps auf der Piste. Diese intervallartige Belastung mit dazwischen liegenden Erholungspausen ist für Menschen mit Asthma vorteilhaft und schützt vor einem Asthmaanfall.

Auch eine moderate Ausdauerbelastung - beispielsweise beim Langlauf oder Schneeschuhwandern - trainiert und hält die Atemwege fit. Hierbei ist jedoch wichtig, dass die Medikamente gut eingestellt sind beziehungsweise vorbeugend schon vor dem Sport genommen werden.

Wintersport mit Asthma: So schützen Sie sich richtig

  • Beginnen Sie jede sportliche Tätigkeit nicht gleich mit vollem Einsatz, sondern steigern Sie sich langsam. Spüren Sie dabei die eigenen Belastungsgrenzen und überfordern Sie sich nicht.
  • Schützen Sie sich so gut wie möglich vor der kalten Luft. Um die Atemluft anzuwärmen und anzufeuchten, atmen Sie möglichst durch die Nase und durch einen Schal hindurch. Auch salzhaltige Nasensprays und ein warmer Tee vor dem Sport oder zwischendurch helfen.
  • Notfallmedikamente und Akutspray sollten beim Wintersport immer mit im Gepäck sein.
  • Sind Ihre Begleiter und Sportkameraden über Ihre Erkrankung informiert? Das beugt Missverständnissen vor und verringert die Gefahr von Stress und Überforderung.
  • Inhalieren Sie schon vor dem Sport bronchienerweiternde Medikamente.
  • Sie selbst kennen die Symptome Ihres Körpers am besten - hören Sie auf seine Warnsignale und reagieren Sie unmittelbar darauf!
  • Bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius sollten Sie auf Ski- und Snowboardfahren sowie auf Schneeschuhwandern verzichten.
  • Vermeiden Sie starke Anstrengungen in Höhenlagen über 2.000 Metern.