Hinweise und Warnsignale

Wichtige Hinweise auf Metastasen sind Schmerzen in der Wirbelsäule und im übrigen Knochenskelett, die trotz herkömmlicher Behandlungen bestehen bleiben. Auch Knochenbrüche ohne ersichtlichen Grund können auf Metastasen hindeuten, da diese die Stabilität des Knochengewebes verringern. Empfindungsstörungen wie kribbelnde oder taube Gliedmaßen können auftreten, wenn Metastasen auf Nerven drücken. Bei einer Blutuntersuchung weisen erhöhte Kalziumwerte auf Knochenumbauvorgänge hin. Knochenmetastasen können aber auch als Zufallsbefunde, beispielsweise bei einer Röntgenuntersuchung, entdeckt werden.

Die wichtigsten Untersuchungsmethoden

Bei der Fahndung nach Knochenmetastasen ist die sogenannte Skelettszintigraphie ein Standardverfahren. Dazu wird eine schwach radioaktive Substanz in die Blutbahn gespritzt, die sich vorübergehend im Knochen anreichert. Die Regionen mit verstärktem Knochenumbau speichern die Substanz stärker als das restliche Gewebe und können dadurch im Bild genau geortet werden. Zusätzlich werden weitere bildgebende Untersuchungen wie Kernspintomographie, Röntgenaufnahmen oder Computertomographie eingesetzt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Knochenmetastasen weisen darauf hin, dass der Brustkrebs bereits fortgeschritten beziehungsweise neu aufgetreten ist. Es gibt Behandlungsmethoden, die Beschwerden lindern und die Lebensqualität steigern können. Manchmal lässt sich dadurch auch das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern.

Einige etablierte Möglichkeiten im Überblick:

  • Strahlen- oder Radiotherapie: Sie wird bei Bruchgefahr der Knochen und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Mittlerweile gibt es einige sehr spezielle Verfahren, die oft in Kombination mit anderen Behandlungen (zum Beispiel Chirurgie und Chemotherapie) eingesetzt werden.
  • Medikamente: Sogenannte Bisphosphonate greifen spezifisch in den Knochenstoffwechsel ein. Auch der Antikörper Denosumab wirkt zielgerichtet auf Zellen, die den Knochen abbauen. Schmerzmedikamente blockieren die Schmerzsignale im Körper. Auch Chemotherapien oder Anti-Hormon-Therapien können bei Knochenmetastasen eingesetzt werden.
  • Chirurgische Behandlung: Sie kommt vor allem bei drohenden oder vorhandenen Brüchen in der Wirbelsäule zum Einsatz. Meistens wird dabei Knochenzement auf verschiedene Arten in den defekten Wirbelkörper eingebracht. Auch wenn Metastasen auf Nerven drücken, ist eine Operation sinnvoll.

Die Behandlung von Knochenmetastasen besteht in der Regel aus einer Kombination mehrerer Bausteine - mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und Behandlungszielen. Was in Ihrem individuellen Fall konkret möglich und sinnvoll ist, werden Ihre Ärzte in gemeinsamer Abstimmung sorgfältig abklären.