Das Berufsleben ist mehr als Geldverdienen: Es bietet soziale Kontakte und interessante Aufgaben, stärkt das Selbstvertrauen und das Gefühl, etwas bewegen zu können. Dies kann gerade für Menschen mit einer gesundheitlichen Einschränkung von großer Bedeutung sein. Viele COPD-Betroffene möchten daher möglichst lange berufstätig bleiben.

Lässt sich Ihre Arbeit leichter gestalten?

Ob Sie mit COPD weiterhin arbeiten können, hängt zum einen davon ab, ob und in welchem Umfang sich die Erkrankung auf Ihre Leistungsfähigkeit auswirkt. Zum anderen ist die Art der Arbeit, die Sie zu erledigen haben, von Bedeutung: Müssen Sie lange Gehstrecken zurücklegen, Gegenstände tragen, Treppen steigen? Haben Sie viel Stress und Zeitdruck im Büro?

Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten und Ihren Kollegen über Ihre Erkrankung. Das fördert das Verständnis und kann dazu führen, dass Aufgaben anders verteilt werden, so dass Sie sich körperlich nicht mehr so stark belasten müssen. Auch ein Gespräch mit dem Betriebsarzt lohnt sich. Besprechen Sie mit ihm, ob eine Anpassung Ihres Arbeitsplatzes oder alternative Arbeitsmodelle für Sie eine Erleichterung darstellen könnten. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, innerhalb der Firma auf einen Arbeitsplatz zu wechseln, der besser zu Ihren Bedürfnissen passt.

Zudem raten Experten Folgendes:

  • Muten Sie sich bei der Arbeit nicht zu viel zu, um mit dem Tempo Ihrer Kollegen mithalten zu können.
  • Wichtig ist, dass Sie Ihre Medikamente regelmäßig nehmen - auch am Arbeitsplatz.
  • Organisieren Sie Ihren Arbeitsplatz übersichtlich, damit Ihre Kollegen wichtige Unterlagen finden, wenn Sie krankheitsbedingt fehlen sollten.

Fördert Ihr Arbeitsplatz eine COPD?

Die häufigste Ursache für COPD ist das Rauchen. Allerdings können bestimmte Schadstoffe am Arbeitsplatz ebenfalls eine COPD auslösen oder verschlimmern. Dazu zählen Rauch, Dämpfe, Stäube und Gase, die die Atemwege reizen. Man weiß, dass sich das COPD-Risiko von Nichtrauchern, die beruflich mit entsprechenden Schadstoffen zu tun haben, mindestens verdreifacht.

Männer und Frauen, die zum Beispiel im Bergbau, in der Textilindustrie oder in der Holzverarbeitung tätig sind, kommen nicht selten mit solchen Schadstoffen in Kontakt. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Lungenfacharzt (Pneumologen), wenn Sie vermuten, dass Ihre Atemwegsbeschwerden mit Ihrem Arbeitsplatz zusammenhängen könnten.