Bei COPD ist es besonders wichtig das Immunsystem zu stärken. Denn die Ursache für eine COPD-Erkrankung sind unter anderem Entzündungsprozesse im Bereich der Atemwege, die für Infektionen anfällig machen. Umso wichtiger ist es, vorzubeugen und das Immunsystem möglichst widerstandsfähig zu machen. Dies kann auf "schmackhafte" Weise durch die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel geschehen.  

Gesundheit beginnt im Darm 

Die Darmgesundheit hat einen großen Einfluss auf den Krankheitsverlauf einer COPD. Denn Immunzellen im Darm - englisch: Gut Associated Lymphoid Tissue (GALT) - machen den größten Teil unserer körpereigenen Abwehr aus. Rund 80 Prozent aller Immunzellen stammen aus Lymphfollikeln im Darm, die als "Peyer’sche Plaques" bezeichnet werden. Schwächen Toxine oder Schadstoffe die schützende Darmschleimhaut zusätzlich, kommt der Darm, aber auch das Immunsystem aus dem Gleichgewicht. Fehlt diese natürliche "Barrierefunktion" kann es zu allergischen Reaktionen und Entzündungen im Darm kommen. Dies hat vor allem bei COPD weitreichende Folgen: Das Immunsystem verliert an Abwehrkraft und kann die Atemwege nicht mehr effektiv genug vor Infektionen schützen. 

Wichtig zu wissen: Stress und Hektik verursachen Verdauungsprobleme und fördern "stille" Entzündungen im Körper. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und essen Sie langsam und bewusst. Dadurch aktivieren Sie den parasympathischen Teil des Nervensystems, der für eine gute Verdauung plus Entspannung zuständig ist. 

Antientzündlich essen

Durch die richtige Ernährung können Patienten selbst der Entzündung entgegenwirken, die zum Krankheitsbild der COPD gehört. Experten raten zu einem hohen Anteil an Obst und Gemüse, aber auch zum Verzehr antientzündlicher Vitamine und Mineralstoffe. Forscher konnten nachweisen, dass die zusätzliche Einnahme von Magnesium bei Atembeschwerden stabilisierend wirkt und allergische Reaktionen reduziert. Natürliches Magnesium befindet sich beispielsweise in Nüssen, Vollwertprodukten, Getreide, Samen, Karotten und Spinat.

Ein großes antientzündliches Potenzial haben, neben anderen Mineralstoffen wie Zink oder dem Spurenelement Selen, außerdem noch die "gesunden" Fette. Dabei kommt es vor allem auf die ungesättigten Fettsäuren an, welche der menschliche Körper zwar braucht, aber nicht selbst herstellen kann. Dazu gehören u.a. Omega-3 Fettsäuren. Sie verhindern die Bildung von entzündungsfördernden Faktoren. Besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind Walnüsse, Hanfsamen, Rapsöl oder Leinöl.  

Beerenobst wie Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren und Brombeeren, schmecken nicht nur den meisten Menschen, sondern enthalten als "Superfood" sogenannte Anthocyane. Dies sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Beeren eine schöne Farbe verleihen und zusätzlich als Antioxidantien wirken, die schädliche Radikale abfangen. Freie Radikale entstehen beispielsweise durch Tabak und können Gewebe schädigen. Weitere "Radikalfänger" sind Antioxidantien, beispielsweise Carotine und Flavonoide, die sich in Gemüse und Obst, aber auch in grünem oder schwarzem Tee befinden.

Wichtig zu wissen: Um das Gleichgewicht im Darm und damit das Immunsystem zu stabilisieren, ist eine ausgewogene, möglichst naturbelassene Ernährung entscheidend. Dazu gehört es auch, Schadstoffe und Toxine zu meiden. Der Verzicht auf Nikotin und ein risikoarmer Konsum von Alkohol zählen allerdings mit zu den wichtigsten Maßnahmen für einen gesunden Darm und ein starkes Immunsystem.