Eine vielseitige und ausgewogene Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für unsere Gesundheit. Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, gewinnt noch mehr an Bedeutung, wenn unser Körper einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist - zum Beispiel durch eine chronische Erkrankung wie COPD.

Mangelernährung und COPD - häufig im Doppelpack

COPD geht häufig mit einem Nährstoffmangel einher - das belegen Studien. Ungefähr jeder dritte Mensch mit COPD ist davon betroffen. Die Ursachen sind vielfältig: Der Stoffwechsel verändert sich infolge der Erkrankung, und der Energiebedarf beim Ein- und Ausatmen steigt. Auch häufig auftretende Appetitlosigkeit und die mit COPD einhergehende Entzündung können zu einem Nährstoffmangel beitragen. 

Vorsicht vor eigenverantwortlicher Einnahme

Eine ausgewogene, energiereiche Ernährung hilft COPD-Betroffenen dabei, ein normales Körpergewicht zu halten und Muskelmasse aufzubauen. Studien legen nahe, dass Nahrungsmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, zu einer Linderung von COPD-Beschwerden beitragen und die Lungenfunktion verbessern können. Neben solchen gesundheitsfördernden Fetten zählen auch Aminosäuren, Vitamine und Mineralien wie Kalzium und Eisen zu den lebenswichtigen Bausteinen unseres Körpers.

Bei einer eindeutigen und ärztlich nachgewiesenen Mangelsituation über einen längeren Zeitraum hinweg kann die ausgleichende Zufuhr dieser Nährstoffe in Form von Kapseln, Tabletten oder Säften sinnvoll sein. 

Die eigenverantwortliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ohne ärztliche Rücksprache ist dagegen nicht zu empfehlen. Das hat mehrere Gründe:

  • Nahrungsergänzungsmittel können eine ausgewogene, vollwertige Ernährung nicht ersetzen. Diese sollte immer die Basis sein, um den Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.
  • Nahrungsergänzungsmittel, die nicht nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden, können unerwünschte Nebenwirkungen haben oder Wechselwirkungen mit Medikamenten eingehen. Das kann den Therapieerfolg gefährden.
  • Die Dosis macht das Gift: Auch ein Zuviel an bestimmten Nährstoffen kann gesundheitsschädlich sein.

Ob Nahrungsergänzungsmittel für Sie geeignet oder vielleicht sogar schädlich sind, kann nur Ihr Arzt mit Blick auf Ihre persönliche Situation zuverlässig beurteilen. Auch welche Präparate konkret für Sie geeignet sind, sollte Ihr Arzt entscheiden. Er steht Ihnen auch bei grundlegenden Fragen zu einer gesunden Ernährung beratend zur Seite.