Rauchen ist mit Abstand der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung einer COPD und begünstigt zudem weitere Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mehr als 70 Prozent der rauchenden COPD-Patienten wollen mit dem Rauchen aufhören - aber nur etwa 30 Prozent schaffen es, innerhalb eines Jahres einen ernsthaften Versuch zu unternehmen, vom Tabak loszukommen.

Bewusste Entscheidung treffen und Unterstützung suchen

Experten betonen, dass es wichtig ist, einen festen Entschluss zu fassen: "Jetzt höre ich mit dem Rauchen auf!". Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Entscheidung, setzen Sie sich ein konkretes Datum und lassen Sie sich zum Beispiel in Nichtraucherseminaren oder in einer Beratungsstelle von Fachleuten bei der Nikotinentwöhnung begleiten.

In einem Nichtraucherseminar wird in mehreren Sitzungen die Tabakentwöhnung aktiv unterstützt. Wichtige Themen dabei sind beispielsweise

  • Selbstbeobachtung
  • Risikosituationen bewältigen
  • Rückfällen vermeiden.

Untersuchungen zeigen, dass so ein verhaltenstherapeutischer Ansatz den Rauchstopp erleichtern und die Rückfallrate senken kann.

Hinweis
Die Techniker bezuschusst Kurse zur Rauchentwöhnung. Finden Sie einen Kurs in Ihrer Nähe in unserer Gesundheitskurssuche.

Was tun bei Entzugserscheinungen?

Regelmäßiger Tabakkonsum kann zu einer Abhängigkeitserkrankung führen. Viele Raucher leiden daher bei einem Verzicht auf Nikotin unter Entzugssymptomen. Dazu gehören Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Unruhe oder Appetitsteigerung.

Hier kann eine Nikotinersatztherapie helfen, die Entzugssymptome und das Verlangen nach einer Zigarette zu lindern. Bei einer Nikotinersatztherapie wird Nikotin gesteuert über ein Schadstoff-freies Trägermedium (Kaugummi oder Pflaster) an den Körper abgegeben. Die meisten Nikotinersatzprodukte sind apotheken-, aber nicht verschreibungspflichtig.

Auch Medikamente unterstützen die Raucherentwöhnung

Neben der Nikotinersatztherapie stehen die verschreibungspflichtigen Wirkstoffe Bupropion und Vareniclin zur Unterstützung der Tabakentwöhnung zur Verfügung. Für die Tabakentwöhnung bei COPD-Patienten wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Vareniclin in einer Studie nachgewiesen.

Der Wirkstoff Bupropion zeigte in Studien mit COPD-Betroffenen eine Wirksamkeit nach sechs Monaten, nicht jedoch nach zwölf Monaten.

Und was ist mit E-Zigaretten?

Ob E-Zigaretten den Weg zum Nichtraucher ebnen können, ist umstritten. In der derzeitigen Leitlinie "Tabakentwöhnung bei COPD" heißt es hierzu: "Elektronische Zigaretten können aufgrund eines fehlenden Wirksamkeitsnachweises für eine Entwöhnungsbehandlung und gleichzeitig bestehender Sicherheitsbedenken nicht empfohlen werden."