Das schnelle Stück Schokolade bei Stress oder Chips am Abend, all diese "Lückenfüller" sind vor allem für Diabetiker problematisch. Wer gesund knabbern möchte, kann jetzt mit gutem Gewissen Mandeln auf den Tisch stellen oder für unterwegs als Pausensnack einpacken. Der Grund: Mehrere Studien bescheinigen Mandeln einen positiven Effekt auf die Gesundheit. 

Dickmacher oder Superfood? 

Von ihren Inhaltsstoffen zählen Mandeln zu Recht als Superfood: Sie enthalten zum Beispiel die Vitamine E und B, Mineralstoffe wie Eisen, Calcium, Magnesium, Kupfer und Zink, aber laut einer kanadischen Studie auch jede Menge schützende sekundäre Pflanzenstoffe. Diese neutralisieren freie Radikale, die Herz und Gefäße angreifen. Ungesättigte Fettsäuren in Mandeln verstärken diesen schützenden Effekt, denn sie wirken antientzündlich. Dadurch beugt der regelmäßige Verzehr von Mandeln zahlreichen Erkrankungen vor und schützt beispielsweise vor einer Koronaren Herzerkrankung. Darüber hinaus sind Mandeln ein gesunder Eiweißlieferant und regen als Ballaststoffe die Verdauung an. 

Mandeln haben zwar viel Gesundes zu bieten, sind aber auf der anderen Seite hochkalorisch und damit "Dickmacher". Wer auf sein Gewicht achtet oder abnehmen möchte, macht deshalb meist um jede Sorte von Nüssen einen großen Bogen. Eine Studie der amerikanischen Universität Purdue kam zu einem anderen Ergebnis: Teilnehmer, die regelmäßig Mandeln aßen, hatten weniger Appetit auf Kohlenhydrate und waren dadurch schneller satt. Eine Gewichtszunahme konnte nicht nachgewiesen werden, obwohl die befragten Teilnehmer pro Tag 60 Gramm Mandeln zu sich nahmen, ungesalzen und mit Schale. 

US-Studie der American Diabetes Association (ADA)

Mandeln verbessern die Insulinempfindlichkeit der Zellen und senken den Blutwert des schädlichen LDL-Cholesterins. Zu diesem überraschenden Schluss kam eine US-Studie, in der Teilnehmer mit Prädiabetes täglich zwanzig Prozent der Gesamtkalorien in Form von Mandeln aßen. Nach vier Monaten zeigte sich ein deutlich nachweisbarer, positiver Effekt auf die Bauchspeicheldrüse. Bei den Teilnehmern besserte sich die für Diabetes typische "Insulinresistenz", das heißt die Zellen reagierten besser auf die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin. Außerdem fanden die Forscher deutlich gesunkene LDL-Cholesterinwerte. Das Essen von Mandeln hat offenbar auch Vorteile für das bei Diabetes gefährdete Herzkreislaufsystem. 

Unser Tipp: Nicht nur von innen, sondern auch von außen sind Mandeln einen gute Alternative. Das Öl aus Mandeln ist zur reichhaltigen Pflege von empfindlicher Haut optimal geeignet, denn es enthält zum Beispiel natürliche Linolsäure und Palmitinsäure. Diese Kombination macht die Haut robuster und hält sie zugleich weich und glatt. Gerade bei Diabetes ist eine allergiearme, aber reichhaltige Hautpflege der beste Schutz vor schlecht heilenden Wunden.