Gesunder Schlaf ist wichtig

Ein guter Schlaf bewirkt eine tiefe Entspannung und Erholung. Vor allem für Menschen mit einer chronischen Erkrankung ist ein gesunder Schlaf von hoher Qualität sehr wichtig. Doch gerade bei Diabetes kann es unterschiedliche Gründe geben, warum schlafen nicht als angenehm und erholsam empfunden wird.

Die Gefahr der nächtlichen Unterzuckerung

Über die Hälfte der Unterzuckerungen treten während des Schlafens auf. Da der Körper im Schlaf viel später beginnt, auf die stark erniedrigten Blutzuckerwerte zu reagieren, wachen viele Betroffene bei einer nächtlichen Unterzuckerung oft nicht auf. Hinweise darauf können sein: Erhöhte Blutzuckerwerte direkt nach dem Aufstehen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und nächtliche Schweißausbrüche.

Mit diesen Tipps können Sie der nächtlichen Unterzuckerung vorbeugen:

  • Wer abends gern Sport treibt, sollte die letzte Insulindosis verringern und sich nach dem Sport mehr Kohlenhydrate als sonst gönnen.
  • Alkohol bewirkt über verschiedene Mechanismen, dass der Blutzucker stark absinken kann. Versuchen Sie daher, Alkohol nur in Maßen zu trinken, und messen Sie direkt vor dem Schlafengehen erneut Ihren Blutzucker. Um eine Unterzuckerung nach Alkoholkonsum zu vermeiden, sollten Sie parallel zu den alkoholischen Getränken auch Kohlenhydrathaltige Snacks zu sich nehmen. Außerdem empfehlen Experten, nach Alkoholgenuss tendenziell mit erhöhten Zuckerwerten zu Bett gehen. Gegebenenfalls sollten Sie die Insulindosis am Abend reduzieren.
  • Medikamente aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe und alte Insulinpräparate führen überdurchschnittlich häufig zu einem Unterzucker. Bei nächtlichem Unterzucker sollten Sie daher Ihre Medikation mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
  • Messen Sie bei dem Verdacht auf eine nächtliche Unterzuckerung zwischen 2 und 4 Uhr nachts Ihren Blutzucker. Besprechen Sie den Wert mit Ihrem Arzt.
  • Ein Blutzucker-Tagebuch kann Ihnen helfen, die Ursachen für Ihre nächtlichen Unterzuckerungen herauszufinden.

Bei allen diesen Tipps gilt: Fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt um Rat und klären Sie das jeweilige Vorgehen mit ihm ab.

Atemstörungen - häufige Begleiter bei Diabetes

Die sogenannte "Schlafapnoe“ und ein Diabetes kommen oft gemeinsam vor. Insbesondere bei Typ-2-Diabetes mit Übergewicht und langer Krankheitsdauer ist diese nächtliche Atemstörung nicht selten zu finden. Die Erkrankung ist dadurch gekennzeichnet, dass während des Schlafens die oberen Atemwege in sich zusammenfallen. Dadurch schnarchen die Betroffenen und können auch kurze Atemstillstände haben. Ein unruhiger Schlaf und ausgeprägte Müdigkeit am Tag sind die Folgen.

Häufiges Wasserlassen in der Nacht - was steckt dahinter?

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes beklagen, dass sie in der Nacht mehrfach zur Toilette müssen. Dadurch wird der Schlaf immer wieder unterbrochen, was von den Betroffenen als sehr störend empfunden wird. Gründe hierfür können ein deutlich erhöhter Blutzucker bei chronisch schlecht eingestelltem Diabetes oder eine gleichzeitig zum Typ-2-Diabetes vorliegende Herzschwäche sein.