Während des Schlafs senkt der Körper die Herzfrequenz und den Blutdruck ab. Das Herz wird dadurch entlastet und kann sich nachts erholen. Zu wenig Schlaf kann diese Regenerationsphase beeinträchtigen. Oft ist der Grund für einen Schlafmangel einfach nur ein spätes zu Bett gehen. Manchmal sind es aber auch Probleme beim Einschlafen oder eine zugrundeliegende Schlafstörung.

Die Schlafapnoe - gefährliche Atmungsstörung im Schlaf

Gerade bei Betroffenen mit einer koronaren Herzkrankheit treten chronische Schlafstörungen, wie die sogenannte obstruktive Schlafapnoe, häufig auf. Bei dieser Atmungsstörung kommt es durch verengte Atemwege im Rachenbereich zu wiederholten Atemaussetzern im Schlaf - mit der Folge, dass der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Der Körper reagiert mit einem Aufweckreiz, sodass man kurz aufwacht, oft ohne es zu merken. Das verhindert auf Dauer einen regenerativen Tiefschlaf.

Mögliche Anzeichen für eine obstruktive Schlafapnoe sind

  • lautes Schnarchen
  • häufige Müdigkeit und Abgeschlagenheit trotz ausreichend langem Schlaf
  • Konzentrationsstörungen
  • plötzliches nächtliches Erwachen, manchmal mit Herzrasen und Luftnot
  • ein trockener Mund und Kopfschmerzen am Morgen
  • nächtliches Schwitzen und häufiges Wasserlassen
  • Potenzprobleme

Welche Folgen hat zu wenig Schlaf?

Sowohl eine Schlafapnoe als auch eine regelmäßige Schlafdauer von weniger als sechs Stunden können ernste Folgen für das Herz haben. Denn Schlafmangel kann bei Betroffenen mit einer koronaren Herzkrankheit das Risiko für unerwünschte Ereignisse wie beispielsweise einen Herzinfarkt erhöhen. Achten Sie daher auf Ihren Schlaf und nehmen Sie Schlafprobleme ernst. Bei Verdacht auf eine chronische Schlafstörung sollten Sie diese ärztlich abklären lassen.

Was Sie selbst tun können - Tipps für einen guten Schlaf

  • Wer gestresst und angespannt zu Bett geht, hat häufig Probleme beim Einschlafen. Schaffen Sie daher Abstand vom Alltagsstress und lassen Sie den Tag ruhig ausklingen, zum Beispiel mit einem heißen Bad, Entspannungsübungen oder einem kurzen Abendspaziergang.
  • Achten Sie auf einen geregelten Tagesablauf und versuchen Sie, wenn möglich, immer zu einer ähnlichen Uhrzeit ins Bett zu gehen und aufzustehen. Das stärkt Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola, können den Schlaf beeinträchtigen. Daher sollten Sie ab dem späten Nachmittag auf diese Getränke besser verzichten. Trinken Sie vor dem Schlafengehen stattdessen eine Tasse warme Milch oder einen Kräutertee.
  • Auch Nikotin, Alkohol und Drogen haben negative Auswirkungen auf den Schlaf.
  • Für einen erholsamen Schlaf ist der Schlafplatz wichtig. Der Raum sollte dunkel sein und eine angenehme Temperatur haben. Lüften Sie vor dem Schlafengehen durch, das bringt neuen Sauerstoff ins Zimmer.
  • Auf dem Rücken zu schlafen, kann Schnarchen oder Atmungsstörungen begünstigen. Ein Wechsel der Schlafposition auf die Seite oder auf den Bauch kann daher hilfreich sein.