Herzstolpern wird meistens durch Herzschläge verursacht, die zusätzlich zum normalen Herzschlag auftreten - sogenannte Extrasystolen. Sie können auch bei gesunden Menschen auftreten. Die meisten Betroffenen merken die zusätzlichen Herzschläge nicht, andere spüren sie als Herzstolpern. Nur wenige fühlen sich dadurch stark beeinträchtigt.

Warum stolpert mein Herz?

Herzstolpern kann aufgrund von Stress, Aufregung, Alkohol- oder Kaffeekonsum entstehen. Fieber oder Störungen der Mineralstoff-Konzentration sind weitere mögliche Auslöser. Ist der auslösende Zustand verschwunden, vergeht das Herzstolpern im Normalfall wieder. Aber auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems können die Herzschläge außerhalb des normalen Rhythmus verursachen, beispielsweise die Koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck.

Wann muss ich handeln?

Extrasystolen sind in der Regel harmlos. Wenn sie jedoch neu beziehungsweise wiederholt bei Belastungen oder danach auftreten, sollten Sie Ihren Arzt informieren.

Besondere Achtung ist geboten, wenn das Herzstolpern mit deutlichen Beschwerden einhergeht, wie

  • Schwindel,
  • Bewusstseinsstörungen,
  • Atemnot oder/und
  • Gefühl der Brustenge (Angina Pectoris).

Wenden Sie sich in diesem Fall zügig an Ihren Kardiologen, der mit genaueren Untersuchungen die Ursache und den Schweregrad der Herzrhythmusstörungen abklären kann.

Welche Behandlung ist möglich?

Bei harmlosem Herzstolpern ist normalerweise keine Behandlung notwendig. Bei Beschwerden sollte untersucht werden, ob eine Herzerkrankung, Bluthochdruck oder andere Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes die Ursache dafür sind. Wenn ja, müssen diese zunächst behandelt werden, bevor weitere Maßnahmen wie Medikamente oder ein operativer Eingriff gegen das Herzstolpern eingeleitet werden.

Die medikamentöse Behandlung besteht zunächst aus der Verabreichung von Betablockern sowie der Einstellung der Kalium- und Magnesium-Spiegel im Blut in den oberen Normbereich. Denn diese sogenannten Elektrolyte können dazu beitragen, den Herzrhythmus zu stabilisieren. Helfen diese Maßnahmen nicht, können auch spezifische Herzrhythmusmedikamente verabreicht werden.

Wenn die Medikamente nicht die gewünschte Wirkung zeigen, besteht noch die Möglichkeit, operativ einzugreifen. Bei der sogenannten Katheter-Ablation wird ein Katheter über die Leiste ins Herz geschoben, um den Ursprungsort der Extrasystolen zu ermitteln. Diese Stelle wird dann verödet, damit die körperliche Ursache der Herzschläge außerhalb des normalen Rhythmus beseitigt wird.