Eine Maske zu tragen, ist in diesen Tagen ein echtes Muss. Doch auch, wenn wir uns längst daran gewöhnt haben, ist das Masketragen nicht immer angenehm.

Eine Maske zu tragen, ist in diesen Tagen ein echtes Muss. Doch auch, wenn wir uns längst daran gewöhnt haben, ist das Masketragen nicht immer angenehm. Bei dem einen schmerzen die Ohren, ein anderer klagt über Hautirritationen und Brillenträger haben oft mit beschlagenen Gläsern zu kämpfen. Auf einen Mund-Nasen-Schutz zu verzichten, wäre aber nicht nur fahrlässig, sondern kann auch ganz schön teuer werden: In manchen Bundesländern werden bei Verstößen bis zu 500 Euro Bußgeld fällig. Es müssen also Lösungen her: Mit diesen Tipps wird das Masketragen nicht nur bequemer, sondern auch noch sicherer.

Maske ist nicht gleich Maske

Beim Umgang und Tragen von Atemschutzmasken kommt es zu häufigen Anwendungsfehlern: Oft sitzt sie zu locker, schief oder bedeckt nicht einmal die Nase. Zusätzlich ist der Schutz auch vom Material der Maske abhängig. Hier gilt: Je mehr Stofflagen eine Maske hat und je feinporiger diese sind, desto besser ist der Corona-Schutz. Auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinproduktion (BfArM) wird grob zwischen drei Masken-Arten unterschieden: Mund-Nasen-Bedeckungen (unter anderem selbstgenähte Masken), medizinischen Gesichtsmasken und partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP). Transparente Gesichtsvisiere haben generell nicht die gleiche Wirkung wie Masken und sollten nur ergänzend zum Einsatz kommen. Das Problem dabei: Sie können zwar Tröpfchen abfangen, bedecken aber weder Mund noch Nase und sind darüber hinaus unten und an den Seiten offen. Das bedeutet, sie schützen nicht vor Aerosolen. 

Gegen beschlagene Brillengläser

Fast jeder Brillenträger kennt das Problem: Kaum hat man die Maske aufgesetzt, schon beschlagen die Brillengläser. Die wahrscheinlich unkomplizierteste Lösung lautet hier: Die Maske unter der Brille tragen. Denn je enger die Maske am Gesicht liegt, desto weniger Luft kondensiert an den Brillengläsern. Besonders gut funktioniert das mit Einwegmasken, die einen eingenähten Nasenbügel aus Metall haben. Ebenfalls simpel und effektiv: Das obere Ende der Maske einmal nach innen umklappen. So wird der Rand breiter und die Atemluft besser abgefangen. Den gleichen Effekt kann auch ein Taschentuch haben. Dafür wird das Papier der Länge nach gefaltet und horizontal auf den Nasenrücken gelegt. Wem das alles nicht genügt, kann zu speziellen Brillen-Sprays greifen, die bis zu 72 Stunden das Beschlagen der Brillengläser verhindern können. Einen ähnlichen Effekt haben übrigens Spülmittel oder Seife. Diese hinterlassen einen feinen Film auf den Gläsern, der die Brille ebenfalls vor dem Beschlagen schützen sollte.

Hautirritationen vermeiden

Die Rötungen, Pickel und Hautirritationen, die durch langes Tragen einer Maske entstehen können, haben mittlerweile sogar einen eigenen Namen: "Maskne", also maskenbedingte Akne . Diese entsteht beispielsweise durch das mechanische Reiben des Mundschutzes. Dadurch wird die Hautbarriere beschädigt, sodass Bakterien sowie Keime leichtes Spiel haben. Aber auch die angestaute Feuchtigkeit kann zum Problem werden: Der Schweiß unter der Maske verstärkt den Reibungseffekt und bringt die Haut vollkommen aus ihrer Balance. Bei Menschen mit Neurodermitis und Kontaktallergien können Masken auch zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen. Zwar lassen sich nicht alle Hautprobleme gänzlich vermeiden, aber mit der richtigen Pflege zumindest vorbeugen: Dafür sollten Sie im Alltag auf eine sanfte Gesichtsreinigung mit lauwarmen Wasser achten. Empfehlenswert ist außerdem eine dünne Schicht Feuchtigkeitscreme, die die Barrierefunktion der Haut unterstützt. Auch die Art des Mundschutzes ist entscheidend: Wählen Sie bei empfindlicher Haut am besten eine Maske mit glatten, weichen Oberflächen und sorgen Sie dafür, dass diese stets sauber sind. So schützen Sie Ihre Haut vor Bakterien sowie Schmutz und beugen Pickeln vor.

Gegen Ohrenschmerzen

Besonders unangenehm wird das Masketragen, wenn es am Ohr drückt. Das passiert vor allem bei dünnen Gummibändern, die hinter dem Ohr scheuern. Doch auch hier gibt es kreative Lifehacks, die schnelle Abhilfe leisten können: Am wichtigsten ist es, den Druck von den Ohren zu nehmen. Während Frauen mit langen Haaren die Ohrgummis ganz einfach mit Haarklammern fixieren können, können Menschen mit Kurzhaarschnitt zu einer großen Büroklammer greifen. Mit dieser können die Ohrgummis hinter dem Kopf verbunden werden, sodass sie nicht mehr auf den wunden Stellen anliegen. Eine gute Alternative sind auch breitere Bänder oder Gummis, die um den Kopf herum getragen werden. So wird der Druck sanfter verteilt. Bei akuten Schmerzen sind dünne Pflaster eine schnelle Hilfe. Diese einfach auf die betroffene Stelle kleben und schon hat das Scheuern ein Ende. 

Maske reinigen und richtig aufbewahren

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wäscht Stoffmasken bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine oder kocht sie in einem Topf Wasser für rund zehn Minuten aus.

Die Maske ist zwar zu unserem ständigen Begleiter geworden, trotzdem tragen wir sie nicht rund um die Uhr. Jetzt kommt es auf den richtigen Umgang mit diesem wichtigen Stück Stoff an: Wie reinigt man die Maske? Wo lagert und transportiert man sie? Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wäscht Stoffmasken bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine oder kocht sie in einem Topf Wasser für rund zehn Minuten aus. Auch wenn verschiedene Quellen angeben, dass sich Masken auch im vorgeheizten Backofen oder in der Mikrowelle desinfizieren lassen, gibt es für beide Reinigungsmethoden keine gesicherten Belege. Medizinische Einwegmasken oder FFP-Masken lassen sich nicht wirklich säubern und sollten nach dem Gebrauch im Hausmüll entsorgt werden. Damit die Atemschutzmaske nicht zur Keimschleuder wird, kommt es auch auf die richtige Transportweise an. Sie sollte nicht lose in der Jacken- oder Handtasche herumliegen, denn dort wimmeln oft viele Bakterien. Besser: die Maske in einem luftdichten Behältnis, wie einer sauberen Plastiktüte, aufbewahren. 

Nicht genug Luft beim Atmen

Vor allem bei dicken Stoffmasken kann das Atmen schon mal schwerfallen. Trotzdem sollte natürlich keine ernste Atemnot entstehen. Wichtig ist, dass man sich ein bisschen Zeit gibt, sich an die jeweilige Maske zu gewöhnen. Hilfreich ist es, am Anfang etwas langsamer zu gehen und ein paar Pausen zu machen. Dabei am besten ganz normal und ruhig weiteratmen. Wer weiterhin Probleme hat, kann die Lippenbremse ausprobieren. Das ist eine Atemtechnik, die gegen Atemnot und sogar bei einem Asthmaanfall  helfen kann.

Laufende Nase - und jetzt?

Vor allem im Herbst und Winter haben viele von uns mit einer triefenden Nase zu kämpfen. Da kann eine Maske ziemlich unangenehm werden. Doch auch hier gibt es einfache Hilfen: Zum einen ist es natürlich ratsam, die Nase ausgiebig zu putzen und bis zu zwei Wechselmasken mitzunehmen. Wenn die Nase läuft und läuft, kann man auch ein sauberes Taschentuch in die Maske legen. Dieses saugt die Flüssigkeit auf und lässt sich hinterher ganz leicht entsorgen.

AHA - Abstand, Hygiene, Alltagsmaske

Mit praktischen Tipps lässt sich die Zeit mit der Maske durchaus erleichtern. Doch generell gilt: Mund-Nasen-Abdeckungen ersetzen andere Schutzmaßnahmen nicht! Abstand halten, eine gute Handhygiene und Husten- beziehungsweise Niesregeln sind weiterhin unverzichtbar, um sich selbst und andere vor einer Infektion zu schützen .