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Die Corona-Warn-App - entwickelt vom Robert Koch-Institut, SAP und der Telekom - funktioniert auf dem Smartphone über Bluetooth. Das Gerät funkt regelmäßig anonymisierte Identifikationsnummern in die nähere Umgebung. Gleichzeitig empfängt es entsprechende Signale von anderen Geräten. Halten sich Nutzer bei laufender App nebeneinander auf, tauschen die Smartphones ihre anonymisierten IDs aus. Ausgewertet werden die Kontaktdauer, sowie der ungefähre Abstand und Zeitpunkt des Kontakts. Der Austausch findet nur dann statt, wenn man die Corona-Warn-App freiwillig installiert und dem Datenaustausch aktiv zustimmt.

Der Quell-Code der App ist auf der Plattform GitHub transparent einsehbar. Der TÜV-IT gibt Entwarnung: er konnte keine undokumentierten Funktionen der App feststellen. Über die App werden nicht die Identitäten der Anwender ausgetauscht, sondern ausschließlich anonymisierte IDs, die sich mehrfach ändern. Die IDs der Kontaktpersonen werden nicht zentral gespeichert, sondern dezentral auf den jeweiligen Smartphones. Nur die Liste der anonymisierten IDs von infizierten Personen wird auf einem zentralen Server vorgehalten. Der Abgleich findet aber ausschließlich auf den einzelnen Smartphones statt.

Mehr Datenschutz in Deutschland

Andere Corona-Warn-Apps, zum Beispiel in China, Singapur, Südkorea oder Indien, erfüllen nicht die deutschen Datenschutzanforderungen. Sie identifizieren die Nutzer persönlich und sind in der Lage, persönliche Bewegungsprofile zu erstellen. Die App in Frankreich ähnelt dem deutschen Ansatz. Hier werden die Kontaktdaten jedoch zentral gespeichert. Andere Länder wie die Niederlande, die Schweiz oder Österreich folgen wie Deutschland dem Datenschutz-Konzept von Apple und Google.