Mangelnde Patientensicherheit  kostet Menschen das Leben. Vermeidbare Schäden schlagen allein bei der TK mit mehr als einer Milliarde Euro im Jahr zu Buche. Als Versicherte haben Sie ein Recht darauf, von der TK beim Umgang mit Behandlungsfehlern unterstützt zu werden. Weil die TK Verantwortung für mangelnde Prävention übernimmt, hat sie ein klares Ziel: null Toleranz gegenüber vermeidbaren Patientenschäden. 

Patientensicherheit bedeutet Dialog

Immer besser zu werden, heißt für die TK, Fehler offen anzusprechen und als Chance zu nutzen. Dadurch können Prozesse aufgedeckt werden, die Behandlungsfehlern zugrunde liegen. Oftmals sind zwischenmenschliche Schwierigkeiten - wie zum Beispiel Kommunikationsprobleme - oder Zeitdruck das eigentliche Problem hinter einem individuellen Fehlgriff.

Ein entscheidender Teil der Lösung besteht für die TK darin, die Perspektive von Versicherten miteinzubeziehen. Als Patienten und Patientinnen können Sie wichtige Informationen zu kritischen Auffälligkeiten bei Ihrer Versorgung beitragen. Lernen geschieht im Austausch. Die TK profitiert dabei von zahlreichen Partnern und informierten Patientinnen, die mitreden . Diesen Dialogcharakter spiegeln zahlreiche Projekte und Innovationen wider, mit denen die TK kontinuierlich die Patientensicherheit verbessert. 

Die TK hört zu - mit einem Monitor zur Patientensicherheit

Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen mit dem TK-Monitor , wie die deutsche Bevölkerung zum Thema Patientensicherheit steht. Er basiert auf jährlich durchgeführten  bundesweit repräsentativen Befragungen.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung dankt der TK in ihrem Vorwort zum Monitor 2020 für die Ergebnisse. Sie betrachtet diese als wichtig, um das Gesundheitssystem zu verbessern - besonders in der Pandemiezeit. Die Befragung zeigte unter anderem: 75 Prozent der Patientinnen und Patienten wollen sich beteiligen, um Fehler bei der Behandlung zu verhindern.

Die TK beteiligt Patientinnen und Patienten und sorgt für Transparenz mit dem Behandlungs-Reporting sowie einem Lernsystem 

Um anonym auf kritische Ereignisse in Kliniken hinzuweisen, nutzen Beschäftigte sogenannte CIRS-Systeme (Critical Incident Reporting Systems). Fachleute untersuchen, ob die Berichtsformulare Aufschluss über generelle Probleme geben - und reagieren mit entsprechenden Maßnahmen.

Mithilfe der TK entwickelten Fachleute ein spezielles Online-CIRS-Angebot zu COVID-19. Die TK ermöglicht auch Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen einen Zugang zum Meldesystem. Das bundesweite Lernsystem für Kliniken  nimmt zudem auch positive Fallbeispiele auf. Auf Basis der Meldungen erstellt die TK Handlungsempfehlungen und Informationsangebote für Versicherte. 

Sicher informiert dank digitaler Gesundheitskompetenz

Souveräne Patientinnen und Patienten nutzen selbstbestimmt Apps und digitale Informationsangebote, um bei Entscheidungen mitzureden. Maßnahmen zum Datenschutz und technologisches Know-how sind dafür unabdingbar.

Gemeinsam mit dem Unternehmen GAIA AG hat die TK die Anwendung " DiSK-COACH " entwickelt. Sie zeigt Benutzerinnen und Benutzern unter anderem, wie sie die Qualität von digitalen Gesundheitsangeboten richtig einschätzen. Damit ist die TK die erste Krankenkasse, die den gesetzlichen Auftrag wahrnimmt, digitale Gesundheitskompetenz zu fördern. 

Gut vernetzt: der TK-Patientensicherheitsbeauftragte

Als erste Krankenkasse hat die TK im Jahr 2019 einen Beauftragten für Patientensicherheit bestellt. Maßnahmen gegen leere Desinfektionsspender in Kliniken interessieren den Experten ebenso wie die Ergebnisse des Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung.

Hardy Müller ist dafür da, die Sicherheit des Versorgungsangebots zu wahren und sie weiterzuentwickeln . Damit dabei alle Beteiligten an einem Strang ziehen, gilt es, institutionsübergreifend zu kommunizieren. Deswegen engagiert sich Müller im Aktionsbündnis Patientensicherheit (ASP), an dem Vertreterinnen und Vertreter aller Gesundheitsberufe, Verbände und Patientenorganisationen mitwirken.

Meinungsforschungsinstitute, Regierungsmitglieder und Softwareentwickler sind weitere wichtige Kooperationspartner der TK.  

Für die Zukunft wünscht sich Müller einen Qualitätsvergleich von Krankenkassenaktivitäten auf dem Gebiet der Patientensicherheit. Sein Vorschlag könnte Daten transparent machen, die jede Kasse bereits besitzt.