Mögliche Ursachen für Fehlgeburten

Um den Verlust zu verstehen, ist es wichtig, mögliche Ursachen zu kennen. Normalerweise teilt sich Ihre befruchtete Eizelle in ihren ersten Lebenstagen so lange, bis ein kugelförmiger Haufen aus vielen Zellen entsteht. Dieser nistet sich nach ungefähr 10 Tagen in Ihrer Gebärmutterhöhle ein. Im Laufe der nächsten Wochen entwickelt sich an dieser Stelle der Mutterkuchen, die sogenannte Plazenta. Sie versorgt Ihr Baby die gesamte Schwangerschaft über mit Nährstoffen.

Fehlgeburt - es gibt verschiedene Gründe

Mehr als die Hälfte der Fehlgeburten, die in den ersten zwölf Wochen stattfinden, sind durch Störungen der Erbanlagen der kindlichen Frucht bedingt. Wird der Embryo nicht richtig mit Nährstoffen oder Sauerstoff durch die Plazenta versorgt, kann dies ebenfalls eine Fehlgeburt auslösen. Weitere Gründe sind: Fehlbildungen der Gebärmutter, Myome (gutartige Knoten des Gebärmuttermuskels), hormonelle Störungen, Stoffwechselstörungen oder Probleme im Immun- oder Blutgerinnungssystem der Mutter. Äußere Einflussfaktoren wie Stress, Infektionskrankheiten, bestimmte Medikamente, Drogen- oder Alkoholkonsum, Mangelernährung, körperliche Überanstrengung und auch psychische Belastung können eine Fehlgeburt zusätzlich begünstigen. 

Frühaborte - die Fehlgeburt in den ersten 12 Wochen 

Verluste im ersten Schwangerschaftsdrittel sind mit Abstand am häufigsten. Gerechnet wird bereits ab dem 1. Tag Ihrer letzten Regelblutung. Darum bleibt ein sehr früher Abort von vielen Frauen unbemerkt und wird häufig mit einer stärkeren oder verzögert eintretenden Regel verwechselt. 

Spätaborte - die Fehlgeburt zwischen der 13. und 24. Woche

Sind die ersten 12 Wochen überstanden, fühlen sich die meisten Schwangeren sicherer und beginnen, die Schwangerschaft zu genießen. Dennoch können Sie auch in diesem Stadium noch von einer Fehlgeburt überrascht werden. Ein sogenannter Spätabort kündigt sich zum Beispiel mit krampfartigen Unterbauchschmerzen, ungewöhnlichem, auch blutigem Ausfluss oder Rückenschmerzen an. Bemerken Sie derartige Beschwerden, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrer Hebamme oder der Klinik in Verbindung, um einen drohenden Abort zu verhindern oder die Ursachen zu ermitteln.