In diesem Fall haben erwerbstätige Personen, die wegen der Betreuung ihres Kindes einen Verdienstausfall erleiden, einen Anspruch auf Entschädigung.

Weitere Details

Voraussetzung dafür sind:

  • Sie sind erwerbstätig und sorgeberechtigt von Kindern unter zwölf Jahren oder von Kindern, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind.
  • Sie finden keine anderweitige zumutbare Betreuung (zum Beispiel durch den anderen Elternteil oder die Notbetreuung in den Einrichtungen). Risikogruppen wie beispielsweise die Großeltern gelten übrigens nicht als zumutbare Betreuung.
  • Andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel der Abbau von Arbeitszeitguthaben oder Kurzarbeitergeld, gehen dem Entschädigungsanspruch vor und müssen ausgeschöpft sein.

Wenn Sie Angestellter sind zahlt für bis zu sechs Wochen der Arbeitgeber die Entschädigung aus. Er kann sie sich von der zuständigen Behörde erstatten lassen. Welche das ist, wird von den Ländern bestimmt.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und im Informationsportal zum Infektionsschutzgesetz, ifsg-online.de.

Die Regelung gilt übrigens nicht für Zeiten, in denen Schulen und Kitas sowieso geschlossen wären, zum Beispiel in den Schulferien. Die Maßnahme ist befristet bis Ende 2020.