Ab dem 1. August 2017 werden für jedes Ihrer Kinder zusätzlich pauschal drei Jahre auf die Vorversicherungszeit angerechnet. Als Kinder gelten leibliche Kinder, Pflegekinder und zur Adoption freigegebene Kinder sowie unter bestimmten Voraussetzungen Adoptivkinder und Stiefkinder. Damit können Eltern leichter die Vorversicherungszeiten erfüllen, um in die KVdR zu kommen.

Weitere Details

Voraussetzung für eine Pflichtversicherung in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist, dass Sie eine sogenannte "Vorversicherungszeit" erfüllt haben. Als Vorversicherungszeiten werden bislang Versicherungszeiten in einer gesetzlichen Krankenversicherung, wie beispielsweise der TK, angerechnet. Details zur Vorversicherungszeit finden Sie unter der Frage 

" Wann bin ich als Rentner pflichtversichert? "

Die Anrechnung der drei Jahre erfolgt grundsätzlich bei beiden Elternteilen. Pflegekinder, Adoptivkinder und Stiefkinder können sowohl bei ihren leiblichen Eltern als auch bei ihren Pflegeeltern und unter bestimmten Voraussetzungen bei ihren Adoptiveltern und Stiefeltern berücksichtigt werden.

Für die Anrechnung der drei Jahre kommt es nicht darauf an,

  • wer das Kind betreut oder erzogen hat,
  • ob für die Betreuung oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit unterbrochen worden ist oder
  • ob das Kind vor Vollendung des dritten Lebensjahres verstorben ist.

Es können allerdings nur Kinder berücksichtigt werden, die bis zum Tag der Rentenantragstellung geboren oder als Adoptiv-, Stief- oder Pflegekind anerkannt wurden.

Eine Besonderheit gilt für Witwen- und Witwerrenten: Die Vorversicherungszeit kann auch durch den verstorbenen Ehegatten oder die verstorbene Ehegattin erfüllt werden. Hatte der verstorbene Ehegatte oder die verstorbene Ehegattin weitere nicht gemeinsame Kinder, können die Kinder bei ihm oder ihr berücksichtigt werden.