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Von den gewöhnlichen Zutaten, die tagtäglich in unseren Kochtöpfen landen, stammt ein Großteil aus fernen Ländern. Bestes Beispiel: Pfeffer. Ganz selbstverständlich benutzen wir ihn zum Würzen, ohne darauf zu achten, woher er eigentlich kommt. Denn Pfeffer wächst nicht etwa in Deutschland, sondern wird aus Indien oder Indonesien importiert. Doch alle Lebensmittel, die lange Transportwege zurücklegen müssen, um bei uns im Supermarktregal zu landen, hinterlassen Spuren - und zwar in Form des ökologischen Fußabdrucks. Zwar geht es beim Wild Food nicht nur um eine bessere CO2-Bilanz, sondern auch um Identität: Immer mehr Menschen sehnen sich nach mehr Natürlichkeit in ihrem Leben. Statt anonyme Produkte vom anderen Ende der Welt, rücken Wildpflanzen, Früchte oder Tiere aus der heimischen Flora und Fauna in den Mittelpunkt.

"Back to the roots": Vom Wald auf den Teller

Nachhaltig produzierte Biozutaten sind längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Wer kann, holt seine Lebensmittel vom Bauern oder Genossenschaftsladen um die Ecke. Doch der Wild-Food-Trend geht dabei noch einen Schritt weiter. Statt auf bäuerliche Erzeugnisse setzt man hier auf das, was die Natur von sich aus hergibt: und zwar wilde Kräuter und Früchte vor der eigenen Haustür. Aber auch Wildfleisch und Fisch aus heimischen Wäldern und Gewässern. Zwar klingen Gerichte wie Brennnesselsuppe, Löwenzahnsalat oder Fichtenspitzen-Pesto zunächst recht speziell - tatsächlich aber nur, weil uns das Wissen über diese Wildpflanzen völlig abhandengekommen ist. Noch vor hundert Jahren zählte die Suche nach Essbarem in Wald und Flur zur Selbstverständlichkeit. Wild Food führt uns also nicht nur hinaus in die Natur, sondern im wahrsten Sinne des Wortes zurück zu unseren Wurzeln.

TK-Ernährungscoaching

Frau bereitet mithilfe eines Tablets Gemüse zu Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Gesundes zum Thema Ernäh­rung

Eine ausgewogene Ernährung macht fit und führt dazu, dass Sie sich rundum wohl fühlen. Leicht gesagt und in diesem Fall auch leicht getan: Das interaktive TK-ErnährungsCoaching vermittelt, worauf es ankommt.

Spaziergang statt Supermarkt

Das neu entdeckte Interesse an unkultivierten, endemischen Leckereien passt zum Zeitgeist, bei dem Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle spielt. Statt in Plastik verpacktes Gemüse im Supermarkt zu kaufen, kann man vieles kostenlos beim Spazieren ernten.
Denn unsere Wälder, Wiesen und Felder haben kulinarisch einiges zu bieten. Wer genau hinschaut, entdeckt einige wilde Genüsse, die entweder in Vergessenheit geraten oder zu Unrecht als Unkraut verschrien sind. Außerdem: Bei einem Waldspaziergang findet man vor allem Lebensmittel, die es gar nicht zu kaufen gibt. Doch in der Natur lassen sich nicht nur die Zutaten für die nächste Mahlzeit sammeln, sondern auch Kraft für den Tag tanken. Der Grund: Zeit im Grünen ist gesund. Es steigert nachweislich das Wohlbefinden, stärkt das Immunsystem und baut Stress ab.

Regionale Vielfalt neu entdeckt

Wer denkt, dass sich nur etwa aus Avocado, Chia-Samen oder Goji-Beeren extravagante Gerichte zaubern lassen, kennt noch nicht die Vielfalt regionaler Superfoods. Zwar können wir uns nicht ausschließlich von Brennnesseln, Waldpilzen oder Streuwiesenobst ernähren, sie bringen jedoch eine neue Vielfalt und mehr Abwechslung in die Küche. Durch den Wild-Food-Trend offenbart sich uns zudem ein ganz neuer Blick auf die Umwelt und die eigene Heimat. Man nimmt die Natur nicht nur mit anderen Augen wahr, sondern kommt ihr gleichzeitig auch wieder näher. Es lehrt uns sowohl Achtsamkeit gegenüber unserer Umgebung als auch ein völlig neues Verständnis von Saisonalität. Denn gegessen wird das, was die Natur gerade zu bieten hat.

Wild Food fördert die Kreativität

Vor allem junge Köche begeistern sich für das "brutal lokale" Kochen. Ganz nach dem Motto: Was nicht aus dem Umland kommt, landet auch nicht im Topf. Demnach stehen auf den Speisekarten von vielen (Sterne-)Restaurants immer mehr Gerichte, die ausschließlich aus wilden, regionalen Produkten zubereitet werden. Das erfordert natürlich auch viel Kreativität, weil einige Zutaten wegfallen. Wer den Wild-Food-Trend selbst ausprobieren möchte, braucht eben auch ein bisschen Experimentierfreudigkeit und Neugier, um die wilden Zutaten neu zu interpretieren. Ein Aufwand, der sich lohnt, auch im Sinne der Gesundheit: Wild Food punktet nämlich mit wertvollen und heilsamen Inhaltsstoffen. Es enthält oft ein Vielfaches an Vitalstoffen und ist damit häufig unseren modernen kultivierten Pflanzen überlegen. Ähnliches gilt übrigens auch für Wildbret (zum Beispiel Wildschwein, Reh oder Hirsch), das eine ganze Reihe von Spurenelementen wie Eisen oder Zink enthält. Das Fleisch aus den heimischen Wäldern ist zudem eine gute Alternative zur Massentierhaltung und erleichtert damit das ökologische Gewissen.

Unser Saisonkalender zeigt, wann welche Wildkräuter, Früchte oder Nüsse erntereif sind.

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