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Doch das vermeintlich regionale Obst, das Gemüse, der Fisch oder das Fleisch aus dem Supermarkt kommen nur selten von nebenan. Der Wild-Food-Trend geht hier einen Schritt weiter und verfolgt eine völlig neue Küchen-Philosophie. Gekocht wird, was die Natur gerade zur Verfügung stellt. Dabei richtet sich der Blick auf die unmittelbare Umgebung und geht weit über die Landwirtschaft hinaus. Wiesen und Wälder werden so zu Bioläden, in denen sich jeder selbst - natürlich in Maßen - bedienen kann.

Probieren geht über Studieren

Um Gefallen an der lokalen Kochkunst zu finden, lautet das Motto: Probieren, probieren, probieren. Und das geht am besten in einem Restaurant, bei dem Wild Food bereits ein fester Bestandteil der Speisekarte ist. In ganz Europa begeistern sich nämlich immer mehr Köche für diesen Trend und experimentieren mit wilden Genüssen aus der eigenen Umgebung. Einer von ihnen ist der finnische Wild-Food-Koch Ossi Paloneva. In einem Interview  verrät er, was den Reiz ausmacht und warum er die fast vergessenen Lebensmittel vor der eigenen Haustür so einzigartig und spannend findet. Eine weitere Möglichkeit sind Food-Festivals. Vorausgesetzt natürlich, sie können trotz Corona stattfinden. Wenn ja, lohnt sich beispielsweise ein Besuch auf dem Wild-Food-Festival auf der Jagd und Hunde Messe. Hier können Wildfleisch-Gerichte und andere wilde Delikatessen probiert werden.

Was kann ich essen und wie erkenne ich es?

Wer den Wild-Food-Trend lieber direkt selbst ausprobieren möchte, braucht vor allem drei Dinge: Offenheit, Kreativität und Freude, etwas Neues zu entdecken. Schließlich kommen dabei Lebensmittel auf den Tisch, die man wohl kaum in einem Supermarkt finden würde. Und gerade deswegen ist es wichtig, sich vorher zu informieren. Wild Food will gelernt sein - am besten, bevor man auf eigene Faust ins Grüne aufbricht. Eine gute Möglichkeit sind Kurse, Workshops und Pilze- oder Kräuterwanderungen, bei denen man lernt, die umgebende Flora und Fauna mit anderen Augen wahrzunehmen. Unter Anleitung kann man hier gemeinsam Wildkräuter oder Pilze sammeln, bestimmen und zubereiten. Auf diese Weise kann man üben und ein erstes Gefühl für die heimische Pflanzenwelt bekommen. 

TK-Ernährungscoaching

Frau bereitet mithilfe eines Tablets Gemüse zu Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Gesundes zum Thema Ernäh­rung

Eine ausgewogene Ernährung macht fit und führt dazu, dass Sie sich rundum wohl fühlen. Leicht gesagt und in diesem Fall auch leicht getan: Das interaktive TK-ErnährungsCoaching vermittelt, worauf es ankommt.

Selbsterntegarten für Einsteiger

Im Wald selber sammeln ist Ihnen zu heikel? Dann eignet sich der heimische Garten als Übungsfeld. Hier kann man einerseits auf den Geschmack vermeintlicher Unkräuter kommen und kann anderseits auch eigenes Obst und Gemüse anbauen. Lokaler und saisonaler geht es kaum. Schöner Nebeneffekt: Gartenarbeit ist nachweislich gesund . Aber auch ohne eigenen Garten gibt es Möglichkeiten, Nahrungsmittel in feinster Urban-Gardening-Manier selbst zu beziehen. Mittlerweile findet man in fast jeder größeren Stadt die Möglichkeit ein Stück Acker zu mieten und gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten zu bewirtschaften. Sogenannte Selbsterntegärten sind quasi urbane Felder und eine tolle Möglichkeit, eigenes lokales Biogemüse zu ernten.

"Brutal lokale" Produzenten

Falls man den wilden Genüssen nicht so viel abgewinnen kann, sind Hof- oder Bioläden eine gute Alternative. Hier bekommt man in der Regel saisonales Gemüse und Obst aus der Region. Wer sich ein bisschen informiert, findet sicherlich lokale Produzenten, die "brutal lokal" anbauen und mit höchsten ökologischen Standards arbeiten. Gleiches gilt auch für Wildfleisch oder Fisch aus den heimischen Gewässern: Das kann man entweder bei einem regionalen Erzeuger oder direkt bei einem Jäger kaufen. Denn egal, ob man selber sammelt oder kauft: Beim Wild-Food-Trend geht es immer darum, die verborgenen biologischen Schätze vor Ort zu entdecken. Diese Bewegung zeigt, dass es weder Chichi noch exotische weitgereiste Zutaten braucht, um gut zu essen. Sie macht die eigene Umgebung kulinarisch sichtbar und schärft darüber hinaus die Wertschätzung und das Verständnis für Lebensmittel. 

Unser Saison­ka­lender zeigt, wann welche Wild­kräu­ter, Früchte oder Nüsse erntereif sind.

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