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Nein, das Coronavirus wurde nicht in einem kanadischen Labor gezüchtet und von chinesischen Agenten geklaut. Und nein, es lässt sich auch nicht durch viel Trinken oder desinfektionsmittehaltigem Mundwasser einfach wegspülen.

Gefährliche Tipps verbreiten sich wie ein Lauffeuer

Fake News rund um das neuartige Coronavirus verbreiten sich derzeit noch schneller als das Virus selbst. So geht seit Wochen zum Beispiel ein Kettenbrief um die Welt, der falsche Tipps enthält. Danach soll man alle 15 Minuten etwas trinken, um das Virus vom Mund in den Magen zu spülen, wo es durch Magensäure getötet werde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Behauptung bereits am 8. Februar gegenüber dem Recherche-Netzwerk Correctiv dementiert. Grundsätzlich ist viel Trinken zwar gesund, aber ist das Virus erst einmal im Körper, lässt sich die Infektion nicht mehr verhindern, auch nicht durch ein Glas Wasser, so die WHO.

Ebenso unsinnig wie gefährlich ist die Nachricht vom vermeintlichen Heilmittel Miracle Mineral Supplement (MMS), das gegen viele Krankheiten und nun auch gegen COVID 19 helfen soll. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor, das Mittel einzunehmen, weil eine erhebliche Gesundheitsgefahr besteht.

Verschwörungstheorien haben Konjunktur

Zigtausende derartige Nachrichten geistern derzeit in den sozialen Medien und auf dubiosen Blogs herum, schüren Ängste, Unsicherheiten und Misstrauen. Schlimmstenfalls verleiten sie Menschen dazu, Dinge zu tun, mit denen sie ihre Gesundheit gefährden. Oder sie heizen politische Spannungen auf. So wie die gleich zu Anfang verbreitete Verschwörungstheorie, dass das Coronavirus in einem Labor gezüchtet worden sein soll. Eine Variante dieser Geschichte besagt, es handle sich um eine Biowaffe der USA, um China und den Iran zu vernichten. Diese Verschwörungstheorie wird in unterschiedlichen Varianten sogar von Politkern verbreitet.

Darum möchten wir an dieser Stelle klarstellen: Inzwischen sind sich Wissenschaftler nahezu hundertprozentig sicher, dass das Coronavirus 2019 in China vom Tier auf dem Menschen übergesprungen ist. Solche Tier-zu-Mensch-Übertragungen kommen öfter vor und werden Zoonosen genannt.

Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser

Leider fallen viele Menschen, auch Gebildete, auf Fake News herein, besonders wenn sie im Freundeskreis verbreitet werden oder täuschend echt daher kommen. Gerade in Pandemiezeiten sollten Sie sich deshalb an die Devise halten: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Krisen sind ein gefundenes Fressen für Menschen, die andere mit Falschmeldungen in die Irre führen möchten.

Wie Sie Falschmeldungen erkennen, möchten wir Ihnen hier erklären. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Ereignis wahr ist, werden seriöse Medien darüber berichten.

Überprüfen Sie die Quelle

Wer hat die Nachricht verfasst? Ist der Medienanbieter bzw. die URL vertrauenswürdig? Wer steht im Impressum? Gibt es den Autor überhaupt? Bei Kettenbriefen mit Ratschlägen vom Onkel aus China, die Sie unbedingt weiterleiten sollen, sollten Sie sofort misstrauisch werden.

Seriöse Quellen

Auf diesen Seiten finden Sie seriöse Informationen zum Coronavirus und zur COVID-19-Pandemie:

Und natürlich halten wir von der TK Sie auf dem Laufenden .

Überprüfen Sie den Inhalt

Checken Sie die Zahlen, Fakten und Behauptungen, in dem Sie auf vertrauenswürdige Seiten gehen (siehe unten). Schauen Sie nach, wer sonst noch über den fraglichen Inhalt berichtet. Sind auch glaubwürdige Medien darunter? Oder findet sich die Nachricht nur auf Blogs, von denen Sie noch nie gehört haben? Bitten Sie Bekannte, ggf. ihren Arzt oder Apotheker um eine „Zweitmeinung.“

Nutzen Sie Faktenchecks, zum Beispiel vom Recherche-Netzwerk Correctiv oder den Faktenfinder der ARD.

Überprüfen Sie die Quellen der Quellen

Oft werden bei Falschmeldungen Experten zitiert, die bei näherem Hinsehen gar keine Sachverständigen auf diesem Gebiet sind, oder sie sind frei erfunden. Außerdem werden oft Behauptungen ohne Quellenangabe aufgestellt oder es wird auf anonyme Quellen verwiesen.

Überprüfen Sie die Bilder

Bilder können leicht manipuliert werden. Über die Bildersuche können Sie prüfen, ob ein Bild zuvor in einem anderen Zusammenhang benutzt wurde. Das Plugin des Projekts InVID hilft Ihnen, zu erkennen, ob Fotos oder Videos manipuliert worden sind.

Prüfen Sie erst, bevor Sie auf Teilen klicken

Schnell ist eine Nachricht geliked oder geteilt. In Pandemiezeiten sollten Sie zweimal darüber nachdenken. Damit helfen Sie, Fake News nicht weiter zu verbreiten.