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Goetz Perry, 49, ist Wirtschaftsinformatiker. Nach seinem Studium machte er sich mit einer kleinen IT-Beratung in Hamburg selbstständig.  Dort lebt er auch mit seiner Familie. Heute arbeitet er als Coach für agiles Arbeiten für die Techniker Krankenkasse. Er meditiert seit einigen Jahren. Auch Entspannungsübungen setzt er oft ein. 

Martin Prangl (Foto: Sissi Furgler) Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Goetz Perry (Foto: Philip Giewer)

Erste Erfahrungen mit mentalen Techniken machte er schon als Jugendlicher. "Ich spielte Tischtennis mit vielen Wettkämpfen - eine sehr schnelle Sportart", erzählt er. "Da musst du konzentriert und mental fokussiert sein, um zu erkennen, wie sich dein Gegenspieler verhält." Dabei half ihm das Autogenes Training. Die Entspannungsmethode brachte er sich autodidaktisch selbst bei. Mit Beginn des Studiums zog er sich aus den Wettkämpfen zurück. Auch auf mentale Techniken verzichtete er lange Zeit - bis er in einer beruflichen  Weiterbildung Übungen zur Achtsamkeit kennenlernte und von den neurowissenschaftlichen Grundlagen über deren Wirkung erfuhr. 

"Seitdem sage ich mir gerade in aufregenden und anstrengenden Zeiten: Nimm dir ein paar Augenblicke Zeit, versuch dich zu fokussieren, nimm Kontakt damit auf, wie es dir gerade geht. Atme einfach mal durch", sagt er. "Zum Beispiel bevor ich in den nächsten Workshop gehe. Dann mache ich kurz eine Atemübung, um mich zu konzentrieren. Dadurch legen sich Nervosität und Aufregung, und ich bin entspannter und präsenter." 

Ich glaube, Empathie für andere bedingt auch immer, empathisch mit sich selbst zu sein. Goetz Perry

In seinem Job hat Goetz Perry täglich mit Menschen zu tun. Er ist überzeugt, dass die Übungen zur Achtsamkeit ihm helfen, empathischer zu sein für seine Mitmenschen - eine zentrale Fähigkeit in seinem Job als Coach. "Die eigenen emotionalen Reaktionen zu erkennen und zu verlangsamen, hilft auch dabei, anders und bewusster zu reagieren", stellt er fest. 

Die kleinen meditativen Übungen am Tag kombiniert er abends regelmäßig mit einer Entspannungstechnik, der Progressiven Muskelentspannung. Gelernt hat er sie anhand der Anleitung der Techniker, die auf der Homepage verfügbar sind. "Ich mache das spät abends vor dem Schlafengehen, manchmal auch im Bett. Die Familie ist dann schon schlafen gegangen, und ich nutze diese halbe Stunde, mach einfach meinen Körpercheck und lasse dadurch ganz entspannt den Tag hinter mir," erzählt er. Ist er müde, nimmt er eine Kurzform. "Aber wenn ich merke, ich spring von einem Gedanken zum anderen, dann weiß ich, dass ich die lange Version nutzen muss, um das abzuschütteln."

Ich mach einfach meinen Körpercheck und lasse ganz entspannt den Tag hinter mir. Goetz Perry

Für Goetz Perry sieht Meditation und Entspannung so wie gesunde Ernährung und Sport: "Es macht einfach Sinn, gut für sich zu sorgen." Und er rät,  mit kleinen Schritten anzufangen. Sein Motto: "Lieber den kleinen Moment nutzen, als gar nichts machen."