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Hate­speech-Talk im Bällebad

Hatespeech kann jeden treffen

Transgender-Influencerin Jolina Mennen ist hart im Nehmen. Sie ist im Social Web oft mit krassen Hass-Kommentaren konfrontiert, die sogar Moderatorin m3lly sprachlos und betroffen machen. Doch nicht jeder, der mit Hatespeech zu tun hat, schafft es so souverän mit der Hassrede umzugehen.

Süß, ein Troll. Nicht!

Das Wort "Hatespeech" bezeichnet Äußerungen, die ganz bewusst im Netz platziert werden, um andere zu beleidigen, anzugreifen oder sogar zu Gewalt aufzurufen. Dahinter stecken so genannte Trolle, die meist im Schutz der Anonymität agieren und sich auch zu Mobs zusammenschließen. 

Im Netz der Troll und offline auch?

Studien zeigen übrigens, dass es einen Zusammenhang zwischen digitaler und körperlicher Gewalt gibt. Heißt: Derjenige, der mit virtueller Gewalt droht, lässt sie womöglich auch im realen Leben folgen. Doch wer jetzt denkt, dass Trolle aus schwierigen Milieus stammen, der irrt. Soziale Umstände allein führen nicht automatisch zu mehr Hass. Hater gibt es also in allen Gesellschaftsschichten.

Bei Hatespeech werden Wörter als Waffe eingesetzt. Und wenn es um Waffen geht, geht's auch um Gewalt. In diesem Fall um psychische Gewalt.
Prof. Dr. Roland Rosenstock

Hatespeech-Wissen im Faktencheck

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Die Fakten und Zahlen zeigen es: Hatespeech ist keine belanglose Randerscheinung digitaler Medien.

Netz ohne Gesetz? Von wegen! 

Dich haben die Geschichte von Jolina und die Fakten zu Hatespeech ganz schön mitgenommen? Vielleicht ist bei dir sogar der Eindruck entstanden, Hater könnten ungestraft tun und lassen, was sie wollen. Dieser Eindruck trügt! Es gibt zwar noch kein Gesetz gegen Hatespeech, aber unsere digitale Welt ist zum Glück kein rechtsfreier Raum. Manche Dinge sind schlicht verboten - wie diese sechs Beispiele zeigen.

Hassreden haben überhaupt nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun.
Prof. Dr. Ines Sura

Wörter als Waffe: Warum Hatespeech unsere Demokratie gefährdet

Ob Fußballtrainer, Journalisten oder Menschen mit bestimmten Lebensüberzeugungen - absolut niemand ist heute vor Hatespeech sicher. Davon ist Medienexperte Prof. Dr. Roland Rosenstock überzeugt. Mehr noch: Mit seiner Kollegin Pof. Dr. Ines Sura spricht er über das Ziel von Hatern im Netz und erklärt, warum sie gestoppt werden müssen!

Haters gonna hate - aber muss das sein? Nein, sagen diese Exper­ten!

Opfer oder Beobachter: Das kannst du gegen Hatespeech tun

Im Experten-Video hast du bereits einiges von Roland und Ines gehört, was du gegen Hater und ihre Kommentare tun kannst. Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten, wie du auf Hass im Netz souverän reagierst.

  • Counterspeech:
    Ob mit Argumenten, Humor oder GIFs - mit der Gegenrede zeigst du Haltung und unterstützt damit gleichzeitig die Opfer. 
  • Hass melden:
    Möchtest du dich nicht auf eine öffentliche Diskussion einlassen, melde Hass-Kommentare und -Posts. Ob Facebook, Instagram oder Twitter - jeder Kanal bietet dafür inzwischen unkomplizierte Wege an.
  • Ignorieren:
    Wenn Hater ignoriert werden, bekommen sie keine Aufmerksamkeit und verlieren die Lust am Hetzen. Meistens.  
  • Betroffenen helfen:
    Du bist zwar nur Zuschauer, möchtest dem oder der Leidtragenden aber gern zur Seite stehen? Frag nach, was sie braucht und was du konkret für sie tun kannst. 
  • Anzeigen:
    Wie oben in der Bildergalerie erwähnt: Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede - das sind Straftaten, die sich niemand gefallen lassen muss. Deshalb kannst du Hass-Kommentare anzeigen. Wenn es nicht zu einer Verurteilung kommt, wird das Ganze immerhin strafrechtlich verfolgt.
Bei Hatespeech ist es wichtig, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren.
Prof. Dr. Roland Rosenstock

No Hatespeech: Aktiv gegen Hass im Netz 

Hier erfährst du noch mehr zum Thema Hassreden: wie du sie klar erkennst, aktiv dagegen vorgehst und zu einer fairen digitalen Diskussionskultur beiträgst.

Du brauchst Hilfe?

An die Online-Beratungsplattform "JUUUPORT" kannst du dich wenden, wenn du zum Beispiel Opfer von Hatespeech wurdest. Auch zu den Themen Cybermobbing, Online-Sucht oder Belästigung durch Sexting können dich die Scouts kostenlos beraten.