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Zwei gute Nachrichten vorweg: Es gibt wirkungsvolle Hausmittel. Und:  Auch Schmerzmittel können - richtig eingenommen - so manchen Tag retten.

Wirkungsvolle Hausmittel: Koffein und Pfefferminzöl 

Koffein hilft nachweislich bei leichten Kopfschmerzen. Das Koffein verhindert, dass der Körper das Gewerbshormon Prostaglandine ausstößt. Das sind hormonähnliche Substanzen, die Schmerzen, Fieber und Entzündungen hervorrufen. Außerdem verbessert Koffein die Durchblutung, auch das kann beginnende Kopfschmerzen stoppen. Tipp: Ein Espresso enthält mehr Koffein als ein Becher Filterkaffee und ist magenschonender.

Fürs Koffein lieber Espresso trinken. Er enthält mehr Koffein als ein Becher Filterkaffee.

Auch mit Pfefferminzöl lassen sich Kopfschmerzen lindern. Tragen Sie es auf Schläfen, Stirn und Nacken auf und massieren Sie es sanft ein. Die Wirkung von zehnprozentigem Pfefferminzöl ist vergleichbar mit der Einnahme von einem Gramm Paracetamol - das haben Studien nachgewiesen. 

Bewährt haben sich zudem frische Luft, viel trinken, ein warmes Kirschkernkissen im Nacken und ein kalter Waschlappen auf der Stirn.

Kopfschmerzen können Sie aber auch vorbeugen. In unseren  Tipps  erfahren Sie, wie es geht.

Einfach aushalten? Besser nicht!

Hausmittel sind keine Wundermittel. Bei stärkeren Beschwerden helfen sie meist nicht. Manche Menschen glauben dann, sie müssten die Kopfschmerzen dann eben aushalten. 

Die meisten Ärzte raten davon ab. Schmerzen nicht wirksam zu behandeln, erhöht das Risiko für chronische Schmerzen. Solche chronifizierten Scherzen entstehen, wenn sich der Körper auf wiederkehrende Schmerzerlebnisse einstellt und ein Schmerzgedächtnis entwickelt. Die Beschwerden bleiben dann dauerhaft.

Bei gelegentlich auftretenden Kopfschmerzen kann es daher sinnvoll sein, frühzeitig ein rezeptfreies Schmerzmittel einzunehmen. 

Schmerzmittel wirken nur, wenn der Wirkstoff im Blut in ausreichender Konzentration vorhanden ist.

Die Dosis muss stimmen

Vielleicht haben auch Sie schon einmal in guter Absicht eine Tablette geteilt und so die empfohlene Dosis halbiert. Das ist keine gute Idee. Denn Schmerzmittel wirken nur, wenn der Wirkstoff im Blut in ausreichender Konzentration vorhanden ist. Ist die Dosis zu klein, haben Sie keinen schmerzlindernden Effekt - Ihre Kopfschmerzen bleiben. Unter Umständen greifen Sie dann zu schnell zur nächsten Tablette oder leiden weiter, weil Sie glauben, dass nichts Ihnen hilft.

Die Packungsbeilage hilft weiter

Untertreiben Sie es daher nicht und nehmen Sie das Medikament in ausreichender Dosis ein, so wie es in der Packungsbeilage empfohlen wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Sie dann Ihre Schmerzen los. 

Nicht mehr als nötig

Zu viel, zu oft, zu lang - auch das ist nicht ratsam. Denn ein regelmäßiger Gebrauch von Schmerzmitteln kann Kopfschmerzen wiederum begünstigen. Und kein wirksames Medikament gibt es ohne das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. Deshalb sollten Sie rezeptfreie Schmerzmittel nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat anwenden. 

Intensiver Sport und Schmerzmittel passen nicht zusammen

Bei starker Belastung setzt der Körper die Durchblutung in den Nieren und im Magen-Darm-Trakt herab. Die Folge: Schmerzmittel können nicht mehr richtig abgebaut werden und das Risiko für Nebenwirkungen erhöht sich. Zudem unterdrückt das Medikament die lebenswichtige Warnfunktion des Schmerzes, so dass Sie zum Beispiel nicht merken, wenn Sie Ihre Gelenke oder Knorpel überlasten.

Sport und Schmerz­mittel

Viele Menschen nehmen Schmerzmittel auch prophylaktisch vor dem Sport ein. Dr. Johannes Wimmer erklärt in seinem Video, warum Sport und Schmerzmittel in Kombination grundsätzlich keine gute Idee sind. 

Wann zum Arzt?

Haben Sie häufig oder sehr starke Kopfschmerzen? Dann kontaktieren Sie Ihre Ärztin, um mögliche Ursachen abzuklären. Besonders bei Migräne ist eine abgestimmte Therapie wichtig.

Wenn Sie Probleme mit Nieren oder Leber oder schwanger sind, sollten Sie ebenfalls Rücksprache mit Ihrer Ärztin halten. 

Sie wollen mehr wissen? Besuchen Sie unsere ausführlichen Seiten über Kopfschmerz und Migräne .