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64 Prozent der Menschen leiden mindestens einmal im Leben an Kopfschmerzen - und die Tendenz ist steigend. Mit ihrem Kopfschmerzreport bietet die TK eine Orientierungshilfe an, klärt über Mythen auf und erläutert offene Fragen. 

Kopfschmerzen schon in jungen Jahren

Ein besonderes Augenmerk legt der Report auf die Situation von Kindern und Jugendlichen. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts hat gezeigt, dass im Alter von 11 bis 17 Jahren fast jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge von Kopfschmerzen betroffen sind. Damit sind Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen die häufigste Schmerzform.

Doch gerade bei den jungen Patienten kann schon viel erreicht werden, wenn der Lebensstil entsprechend geändert wird. Denn besonders bei Kindern lautet die Devise: vorbeugen statt behandeln.

Kopfschmerzreport 2020

Leiden Sie oder Ihre Angehörigen auch häufig unter Kopfschmerzen? Dann informieren Sie sich über diese und weitere interessante Aspekte zum Thema - etwa die TK-Migräne-App - im Kopfschmerzreport 2020 .

Medikamente - wann und wie viele?

Jeden Tag nehmen in Deutschland etwa drei Millionen Menschen eine Kopfschmerztablette ein. In einer kritischen Diskussion zum Thema Schmerzmittel erklärt der Neurologe und Facharzt für Spezielle Schmerztherapie Prof. Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel, wann Menschen mit Kopfschmerzen Medikamente einnehmen sollten und welche Folgen ein Zuviel an Schmerzmitteln haben kann. 

Denn: Kopfschmerzmedikamente dürfen nur an weniger als zehn Tagen im Monat eingenommen werden - an mindestens 20 Tagen im Monat sollten keine Schmerzmittel geschluckt werden. Wer sich nicht daran hält, riskiert den sogenannten Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Hier sind die Schmerzmittel selbst die Ursache für die Beschwerden.

Migräne - häufig nicht ernst genommen      

Weltweit belegt Migräne Platz drei der häufigsten Erkrankungen, hinter Karies und Spannungskopfschmerzen. Allein in Deutschland haben jeden Tag 900.000 Menschen Migräneattacken. Betroffene haben einen besonders hohen Leidensdruck und müssen oft erfahren, dass ihre Mitmenschen ihre Beschwerden nicht ernst nehmen. Dies betrifft besonders Frauen, die zwei- bis dreimal häufiger Migräne haben als Männer.

Die Zahlen der TK zeigen deutlich, dass Migräne, aber auch andere Kopfschmerzformen, mehr beachtet werden sollten und dass vor allem Aufklärung wichtig ist: über die Ursachen, aber auch darüber, wie Betroffene häufig schon durch Änderungen ihres Lebensstils den Schmerzen vorbeugen können. Oft reichen schon kleine Dinge, um die Lebensqualität deutlich zu steigern. Wenn alles andere nicht hilft, können spezielle Schmerzmittel gegen Migräne die Beschwerden lindern.

Seit Ende 2018 gibt es eine neue Wirkstoffgruppe, die sogenannten CGRP-Antikörper. Sie sollen Migräneattacken vorbeugen. Was es mit diesen Mitteln genau auf sich hat und wer wirklich davon profitiert, erklärt Prof. Göbel im Kopfschmerzreport.

Ein wichtiges Thema: versteckte Werbung

Der TK-Kopfschmerzreport zeigt weiterhin: Auch die Werbung nutzt das Leiden der Menschen für sich - und das besonders raffiniert. Denn häufig ist nur schwer zu erkennen, dass etwa in Patientenforen, Blogs oder Beiträgen auf YouTube die Pharmaindustrie ihre Finger im Spiel hat. Der Nutzer kann hier in vielen Fällen nicht zwischen fachlicher Information und Werbung unterscheiden.

Ein Beispiel sind Kopfschmerztests, die häufig am Ende ein bestimmtes Schmerzmittel empfehlen. Doch Schmerzmittel sind nicht - wie die Werbung oft glauben macht - ein einfaches Mittel, um besser und leistungsfähiger den Alltag zu bewältigen. Ein Kapitel des Reports widmet sich der Frage, was Pharmawerbung mit uns macht.