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Mit etwa 2,5 Millionen Besuchern jährlich platzen die Tempelanlagen von Ankor Wat in Kambodscha aus allen Nähten. Venedig debattiert darüber Eintrittsgelder für Kreuzfahrt- und Tagestouristen zu erheben, und der ehemals einsame Strand aus dem Hollywoodfilm "The Beach" bleibt noch bis mindestens 2021 für Touristen geschlossen. Zum Glück gibt es abseits der ausgetretenen Reise-Pfade noch viele andere Möglichkeiten, einen abenteuerlichen und gleichzeitig entspannenden Urlaub zu verbringen. Wir haben vier Übernachtungsmöglichkeiten fernab des Massentourismus für Sie zusammengestellt:

Overtourism bezeichnet das Phänomen, wenn Massen von Touristen sich an bestimmten Orten sammeln - und das nicht nur in großen Metropolen. Auch viele kleinere Städte, Sehenswürdigkeiten und eindrucksvolle Landstriche kämpfen mit einer Flut von Urlaubern. Dabei haben Mensch und Natur oft das Nachsehen.

Immer im Fluss: Ferien auf dem Hausboot 

Zuerst eine kleine Entwarnung: Sie brauchen keinen Boots- oder Segelschein und auch sonst keine Vorkenntnisse, um ein Hausboot zu mieten. Stattdessen gibt es zum Beispiel bei Anbietern wie Le Boat, BunBo oder Locaboat zu Beginn Ihrer Fahrt eine ausführliche Einweisung inklusive Probefahrt - darauf sollten Sie auch bei anderen Anbietern achten. Dennoch sind die ersten Biegungen und Manöver mit einem Hausboot immer ein kleines, aufregendes Abenteuer. Doch darum geht es bei dieser Art zu reisen ja auch: aus der eigenen Komfortzone auszubrechen, andere Wege zu gehen und die neu gewonnene Freiheit zu genießen. Neben unseren heimischen Gewässern bieten auch England, Frankreich, Irland, Belgien und Kanada ideale Voraussetzungen für einen Hausbooturlaub. Natürlich gibt es stärker befahrene Streckenabschnitte wie den Fluss Shannon in Irland. Aber eben auch extrem ruhige Gegenden wie die masurische Seenplatte in Polen. Die Preise für einen Hausbooturlaub variieren dabei je nach Reiseziel sowie der Größe und Ausstattung des Bootes. Doch egal, ob Sie mit dem Narrowboat auf den Norfolk Broads im Osten Englands oder mit einem Bungalowfloß entspannt über die Müritz schippern - die entschleunigte Lebensart, die eine solche Bootstour mit sich bringt, hat das Potential für Entspannung zu sorgen. Nichtschwimmer sollten allerdings an eine Schwimmweste denken. 

Hoch hinaus: übernachten im Baumhaus 

Einmal versteckt zwischen den Ästen und Blättern eines Baumes die Umgebung beobachten - für einige ist das ein unerfüllter Kindheitstraum. Der lässt sich mittlerweile in einem Baumhaushotel in die Tat umsetzen. Je nachdem, wo das hölzerne Domizil verortet ist, hört man in luftiger Höhe ganze Vogel-Kolonien zwitschern oder leise ein paar Blätter rauschen. Nachts und bei aufkommendem Wind kann es in den Wipfeln auch mal etwas lauter werden. Dann knarzt das Holz, und es knacken die Äste. Die Auswahl an Baumhäusern reicht von rustikal wie beispielsweise das Baumhotel Seemühle bis hin zu außergewöhnlich wie das Treehotel in Schweden, wo man sogar in einem Ufo oder einem Vogelnest schlummern kann. Zugegeben, Angst vor Höhe sollten Baumhaus-Urlauber nicht haben. Wer jedoch schwindelfrei und auf der Suche nach einer wirklich ungewöhnlichen Auszeit ist, kann einen Perspektivwechsel in den Baumkronen bei der nächsten Urlaubsplanung einmal in Betracht ziehen. 

Klein, aber fein: Urlaub im Tiny House 

Weniger Platz bedeutet weniger Besitz - und weniger Besitz führt zu einer angenehmen Leichtigkeit, nach der sich inzwischen immer mehr Menschen sehnen. Kein Wunder, dass die ursprünglich in den USA entstandene Tiny-House-Bewegung sich inzwischen ausgebreitet hat. Wenn es auch für Sie im Urlaub gern von allem etwas weniger sein darf, stellt ein Tiny House eine minimalistische und dennoch komfortable Möglichkeit dar. In der englischen Grafschaft Kent etwa kann man im privaten Naturreservat Elmley umgebaute Wohnwägen und idyllische Schäferhäuschen beziehen. Auch im bayerischen Passau laden kleine Raumwunder auf einem Hofgut zum Übernachten ein. Wer allerdings gern mit großem Gepäck auf Reisen geht, dem ist ein Urlaub in einem Tiny House nicht zu empfehlen. 

Nächte in der Burgruine

Übernachten inmitten einer Herde Alpakas oder einem Rudel Huskys, in verlassenen Burgruinen oder in einem gotischen Kirchenschiff - mit einem sogenannten Pop-up-Raum, wie beispielsweise dem Sleeperoo können Sie sich diverse Übernachtungswünsche erfüllen. Denn die futuristischen Schlafstätten, die auf den ersten Blick aussehen wie gewaltige, flexible Würfel, sind mobil und werden an ebenso außergewöhnlichen wie exklusiven Orten aufgestellt. Ausgestattet mit einem transparenten Dach, großen Panoramafenstern und genäht aus wetterfesten Stoffbahnen bieten die kleinen Wohn-Würfel weit mehr Komfort als ein handelsübliches Zelt. Auf fließend Wasser, Dusche und WC müssen Sie aber auch hier verzichten. 

Für welches Feriendomizil fernab des Massentourismus Sie sich auch entscheiden mögen und ganz egal, wie einsam es gelegen ist: Sollte es Ihnen schlecht gehen oder Sie ärztlichen Rat benötigen, stehen Ihnen die Fachärzte des TK-ReiseTelefons rund um die Uhr telefonisch zu Verfügung.