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Dicke Hornhaut, dicke Waden

"Auf jeden Fall erst in der Halle anfangen", sagt sie. "Auch als Anfänger sieht man wahnsinnig schnell Erfolge." Sabine selbst ging vor fünf Jahren zum ersten Mal in eine der vielen Boulderhallen, die überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Mitten im Lernstress fürs Abitur. Wie das in solchen Hallen so ist und was dort beim Anfängertraining passiert, zeigt unser Video mit Juliane und Jesse, zwei Studierenden aus Frankfurt am Main.

Boul­dern in der Halle

Anfängertraining für Kletterer mit Juliane und Jesse

Sabine brauchte dringend zwischendurch eine Ablenkung. Etwas, um den Kopf freizubekommen. Das Klettern half ihr dabei. Einen Kletterspot im Freien suchte sich Sabine aber erst später, als sie ausreichend Übungsstunden in der Halle absolviert hatte. Manchmal, wenn sie jetzt in der Stadt unterwegs ist, fällt ihr Blick auf ein Mauerstück oder eine mit Graffiti übersprühte Wand. Dann kommt sie am Wochenende wieder, mit einer Matte unterm Arm und einem ebenso erfahrenen Kletterpartner im Schlepptau.

Das Crashpad immer dabei

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Die Nürnberger Stadtmauer war im Mittelalter eine schier unüberwindbare Befestigung. Für Sabine Seiler ist sie ein Klacks. "Stadtmauern gehen immer", sagt die Fränkin schelmisch. Sabine macht ein paar Dehnübungen und greift dann nach einem alten Sandstein in der Mauer. Mit ihren 1,60 Metern schwingt sie sich hoch und klettert ein Stück zur Seite. Menschen bleiben stehen. Einige schauen verwundert, andere applaudieren. Sabine ist wohlgemerkt keine Draufgängerin, die hohe Gebäude emporsteigt. Mehr als drei Meter über den Boden klettert sie nicht hinaus. Es geht ihr um den Spaß am Klettern, unter freiem Himmel und an der frischen Luft. Aber die Sicherheit gehe stets vor, betont die 23-Jährige.

Bouldern ist Ganzkörpertraining. Zuerst ging ihr Bizeps in die Höhe, danach das Kreuz in die Breite. Muskelkater habe sie am Anfang überall gehabt. Auch bewege man sich oft auf Zehenspitzen und spanne dabei die Waden an. "Das unterschätzen viele", meint sie. Entscheidend aber bleibt die Fingerkraft. Darum bilden sich mit der Zeit viele Schichten Hornhaut an Händen und Fingern. Die hobelt Sabine mit einem Bimsstein ab oder schmiert sie mit Hornhautcreme ein. Bouldern erfordert viel Handpflege. "Mein Tipp: Fingernägel schneiden", ergänzt sie mit einem dicken Rufzeichen in der Stimme. Wenn die zu lang seien, kratze es an der Wand. "Das fühlt sich komisch an."

Geheimtipp: Jeans anziehen

Privatgebäude sind übrigens tabu. Die darf man ohne Erlaubnis nicht besteigen, das wäre Hausfriedensbruch.

Verletzt hat sie sich in der gesamten Zeit nicht. Sie achtet auf sich und ihre Sicherheit. Nur blaue Flecken sind manchmal nicht zu verhindern. "Ich bouldere gerne mit weiten Jeans", verrät sie. Der dickere Stoff funktioniert wie eine kleine Schutzschicht und verhindert Abschürfungen. Auch wichtig: Am Anfang nicht mehr als zwei Meter hochsteigen - man muss schließlich problemlos wieder runterkommen. Sabine bouldert in der Stadt nie alleine, immer zu zweit. Der Partner steht unten und sichert ab. Zwar ohne Seil, aber er gibt wichtige Hilfestellung. Rutscht Sabine etwa ab, stützt ihr Partner sie beim Sprung auf den Boden, so dass sie auf den Füßen landet. Auf dem Boden liegt vorsichtshalber außerdem eine dicke Schaumstoffmatte, ein sogenanntes Crashpad.

Privatgebäude sind übrigens tabu. Die darf man ohne Erlaubnis nicht besteigen, das wäre Hausfriedensbruch. Und Sachbeschädigung, wenn man versehentlich einen Stein herausreißt oder eine weiße Wand besudelt. Bei alten Gebäuden kommt manchmal noch der Denkmalschutz hinzu. Aber: Ein Gesetz, das es prinzipiell verbietet, an öffentlichen Bauten zu klettern, gibt es nicht. Einmal, da sei sie mal wieder an der Stadtmauer in Nürnberg herumgeklettert, erzählt Sabine Seiler. Die Polizei tauchte auf, sah sich das Schauspiel kurz an und zog dann wieder ab. Alles in Ordnung.

Weitere Informationen

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